23.10.2013  EHV 09 ist gegen Erfurt und Halle gefordert
Das kommende Wochenende in der Oberliga Ost wird Aufschluss bringen, ob sich der EHV Schönheide 09 weiter im vorderen Bereich der Tabelle behaupten kann, denn es warten gleich zwei harte Brocken auf die Wölfe. Zunächst gastiert der EHV 09 am Freitag, dem 25.10.13, um 20:00 Uhr bei den Black Dragons Erfurt, ehe das Team von Trainer Norbert Pascha am Sonntag, dem 27.10.13, um 17:00 Uhr im nächsten Heimspiel auf die Saale Bulls vom MEC Halle 04 trifft.



Mit den Black Dragons Erfurt wartet am Freitag das Team, welches sich im Sommer in der Offensive am besten gegenüber den anderen Mannschaften in der Liga verstärkt hat. Vor allem die beiden Kanadier Adam Sergerie und Ryan Olidis haben in der Blumenstadt sofort Fuß gefasst und insgesamt 14 der bisher 24 Erfurter Treffer selbst erzielt. Hinzu kommt mit dem 42-jährigen Deutsch-Tschechen Petr Sikora ein Spieler, welcher über jede Menge Erfahrung aus über 800 Pflichtspielen verfügt und beispielsweise für Vítkovice und Havirov in Tschechiens Extraliga oder für Peiting, Dresden und Kaufbeuren in der zweiten Bundesliga aktiv war. Das Neuzugangs-Quartett vervollständigt der 37-jährige Stürmer Jan Zurek von den Dresdner Eislöwen, welcher auch schon DEL-Erfahrung in Wolfsburg gesammelt hat. Geballte Offensivpower also, was die bisherigen Gegner gerade in der Erfurter Kartoffelhalle schon bitter erfahren mussten. So kassierte beispielsweise FASS Berlin sieben Treffer und bei Chemnitz schlug es sogar ganze acht Mal im Kasten ein. Dennoch haben die Black Dragons in der Tordifferenz nach fünf Spielen “nur“ vier Plustore und da wären wir in der Erfurter Problemzone angelangt, der Verteidigung. Im Schnitt kassierten die Black Dragons nämlich auch vier Gegentreffer, was die Konkurrenz hoffen lässt, mit entsprechender Taktik auch gegen dieses Offensiv-Feuerwerk bestehen zu können. Hinzu kommt, dass die Erfurter in dieser Saison eher die harte Gangart bevorzugen und sehr aggressiv zu Werke gehen, wonach die schwarzen Drachen mit über 20 Strafminuten pro Spiel diese Negativ-Statistik anführen. Umgekehrt eine Chance für die Gegner, denn mit zehn Gegentreffern weisen die Black Dragons auch die schlechteste Unterzahlquote aller acht Oberligateams auf. Mit einer cleveren und disziplinierten Spielweise und gut funktionierenden Special-Teams scheinen die Wölfe also am Freitag nicht chancenlos zu sein.



Am Sonntag kommt dann mit dem MEC Halle 04 die Über-Mannschaft der letzten Jahre in der Oberliga Ost nach Schönheide. Ähnlich wie die Wölfe, hat es auch die Saale Bulls im Juni mit dem Hochwasser erwischt. Während im Wolfsbau aber auch in Zukunft Eishockey gespielt werden kann, kam für die einzige Eissporthalle in Sachsen-Anhalt das jähe Aus, da die Schäden so enorm waren, dass eine weitere Nutzung nicht möglich war. In Halle musste im Sommer also improvisiert werden und so hat man nach dem “Vorbild Leipzig“ in der Messe Halle ebenfalls eine Zeltkonstruktion als vorübergehende Heimspielstätte aufgestellt. Da dies in kürzester Zeit nicht zu realisieren war, mussten die Saale Bulls komplett auf eine Vorbereitungsphase im September verzichten und haben quasi einen Kaltstart in die neue Oberligasaison hingelegt. Trotz aller Schwierigkeiten, einiger personeller Veränderungen und mit insgesamt kleinerem Stammkader muss man die Saale Bulls allerdings auch in dieser Saison wieder auf der Rechnung haben, wenngleich die Dominanz der letzten Jahre sicher nicht zu erwarten ist. Die Wölfe werden in jedem Fall alles versuchen, dem Favoriten Paroli zu bieten und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelingt es vielleicht, nach fast sechs Jahren wieder einmal einen Heimsieg gegen die Saale Bulls einzufahren.