02.11.2013  Schönheider Wölfe schlagen sich in Berlin selbst

Der EHV Schönheide 09 hat am Freitagabend völlig unnötig sein Auswärtsspiel beim F.A.S.S. Berlin mit 6:8 (1:1, 1:3, 4:4) verloren und dadurch auch den zweiten Tabellenplatz in der Oberliga Ost eingebüßt. Diese Niederlage muss sich der EHV 09 vor allem selbst ankreiden, denn den Wölfen unterliefen in der Defensive dieses Mal zu viele einfache Fehler, wodurch man die keinesfalls besseren Akademiker förmlich zum Toreschießen einlud. Da nützten am Ende auch die sechs erzielten Auswärtstreffer, inklusive dem Viererpack von Petr Kukla, nichts, welche bei konzentrierterem Defensivverhalten und etwas mehr Glück wohl für einen Sieg in der Hauptstadt gereicht hätten.

 

Die Berliner zeigten sich dennoch gegenüber der 2:8-Niederlage zum Meisterschaftsauftakt in Schönheide in deutlich besserer Verfassung und nahmen von Beginn an das Spielgeschehen im Wellblechpalast in die Hand. Im ersten Drittel stimmte allerdings die Zuordnung in der EHV-Abwehr noch, wonach die Wölfe einige Druckphasen ohne Gegentor überstanden und in der 17. Minute durch Petr Kukla selbst mit 1:0 in Führung gingen. Kurz vor der ersten Pause hätte der EHV 09 die Führung in eigener Überzahl sogar ausbauen können, doch stattdessen fingen sich die Wölfe einen Konter und den 1:1-Ausgleich (19.) der Hausherren durch Christian Gries ein.

 

Beflügelt von diesem Ausgleichstreffer legten die Akademiker gleich zu Beginn des Mittelabschnitts nach und drehten die Partie durch zwei Tore von Jonas Müller (21.) und Gino-Mike Blank (25.) zu ihren Gunsten auf 3:1. Die Wölfe spielten zwar ebenfalls weiter munter mit, doch während man vorne teilweise das leere “FASS“ nicht traf, legte man sich hinten die Eier selbst ins Nest. So geschehen in der 34. Spielminute, als den Akademikern in Unterzahl und nach einem Fehler von EHV-Goalie Sebastian Modes das 4:1 durch Jonas Schlenker und somit der zweite Shorthander des Abends gelang. Die Antwort der Wölfe folgte jedoch prompt, als Miroslav Jenka nur kurze Zeit später zum 4:2 (36.) traf und die Gäste somit weiter im Spiel hielt.

 

Der Schlussabschnitt entwickelte sich dann zum reinsten Scheibenschießen. Zunächst verkürzten die Wölfe 34 Sekunden nach Wiederbeginn durch Petr Kukla auf 4:3, doch keine zwei Minuten später waren auch die Akademiker wieder zur Stelle und kamen durch Jan-Hendrik Seelisch zum 5:3 (43.). Nur ganze 40 Sekunden später war der Jubel der Hausherren wieder verstummt, da schlug erneut Petr Kukla zu und markierte den 5:4-Anschlusstreffer (43.). Die Wölfe hatten sich also wieder herangearbeitet und drängten auf den Ausgleich, doch die Akademiker zeigten sich weiter sehr effektiv im Bestrafen von Nachlässigkeiten in der EHV-Abwehr und zogen fünf Minuten später und durch die beiden Treffer von Christoph Kabitzky (48.) und Vladislav Filin (49.) innerhalb von nur 54 Sekunden auf 7:4 davon. Die Berliner hatten nun wohl nicht mehr mit einem neuerlichen Comeback der Wölfe gerechnet, doch diese gaben sich noch lange nicht geschlagen und ließen zügig erst das 7:5 (49.) durch Pierre Gläser und wenig später in doppelter Überzahl auch noch das 7:6 (53.) durch Petr Kukla folgen. Der EHV 09 war nun deutlich am Drücker und nahm anderthalb Minuten vor dem Ende auch noch seinen Goalie für einen weiteren Stürmer vom Eis, doch Christoph Kabitzky zerstörte 18 Sekunden vor der Schlusssirene alle Schönheider Ausgleichshoffnungen mit seinem Empty-Net-Goal zum 8:6 für die glücklicheren Akademiker.

 

 

Statistik:

 

Tore:

 

0:1 Kukla (Jenka) 16:40

1:1 Gries (Ludwig) 18:24 4-5

2:1 Müller (Koslowski, Ludwig) 20:23

3:1 Blank (Kabitzky, Koslowski) 24:55

4:1 Schlenker (Kabitzky) 33:43 4-5

4:2 Jenka (Kukla, Losch) 35:03

4:3 Kukla (Geier, Jenka) 40:34

5:3 Seelisch (Leers, Ziegler) 42:03

5:4 Kukla (Geier, Jenka) 42:43

6:4 Kabitzky 47:18

7:4 Filin (Watzke) 48:12 5-4

7:5 Gläser (Wolf, Hähnlein) 48:42

7:6 Kukla (Albrecht, Glück) 52:34 5-3

8:6 Kabitzky (Ziegler) 59:42 ENG

 

Strafen: FASS 12   EHV 10

 

Zuschauer: 164