04.11.2013  EHV 09 lässt auch gegen Niesky Punkte liegen

Nachdem der EHV Schönheide 09 schon am Freitag in Berlin keinen glücklichen Tag erwischt hatte, lief es auch am Sonntag im heimischen Wolfsbau gegen die Tornados vom ELV Niesky nicht wirklich rund. Trotz mehrfacher Führung verloren die Wölfe ihr Heimspiel gegen die Lausitzer noch mit 6:7 (2:2, 2:1, 2:3, 0:1) nach Verlängerung und konnten somit am vergangenen Wochenende leider nur ein mageres Pünktchen auf der Habenseite verbuchen.

Knapp 600 Zuschauer sahen im ersten Drittel deutlich überlegene Wölfe, welche die Gäste aus der Lausitz regelrecht in ihr Abwehrdrittel einschnürten und sich Chancen im Minutentakt erarbeiteten. Gleich das erste Powerplay war von Erfolg gekrönt, als Kilian Glück frühzeitig das 1:0 (4.) für die Hausherren erzielte. Auch in der Folge weiter Einbahnstraßen-Eishockey im Wolfsbau. Niesky kam kaum zum Luftholen und der EHV 09 konnte aus seiner Überlegenheit zunächst weiter Kapital schlagen und erhöhte in der 10. Minute durch Georg Albrecht auf 2:0. Anhand des Spielverlaufes und der Chancenverteilung hätten die Wölfe zu diesem Zeitpunkt schon viel höher führen müssen, doch stattdessen machten es die Tornados vor, wie man mit viel weniger Aufwand zum Torerfolg kommt, als Daniel Bartell quasi mit der ersten Torchance für die Gäste auf 2:1 (12.) verkürzte. Als dann vier Minuten später ein eher harmloser Schuss von Jörg Pohling von Petr Kuklas Schlittschuh unglücklich ins eigene Tor abgefälscht wurde, war die Partie mit dem 2:2-Ausgleich komplett auf den Kopf gestellt.



Im Mitteldrittel zeigten sich die Wölfe von den beiden überraschenden Gegentreffern zunächst noch unbeeindruckt. Erst Miroslav Jenka mit dem 3:2 (28.) und nur 81 Sekunden später Pierre Gläser mit dem 4:2 (29.) sorgten wieder für eine vermeintlich sichere Zwei-Tore-Führung. Diese hatte jedoch nur kurze Zeit bestand, denn die Tornados nutzten nur wenig später ein Überzahlspiel durch Marcel Linke zum 4:3-Anschlusstreffer (31.). Das neuerliche Gegentor brachte den EHV 09 dann doch etwas aus dem Tritt. Die Souveränität bei den Wölfen war plötzlich verschwunden, Fehlpässe häuften sich und auch spielerisch lief es nicht mehr so rund, wie noch in der ersten halben Stunde.

Ohne viel dafür investiert zu haben, hatte der ELV Niesky das Spielgeschehen mittlerweile ausgeglichen gestaltet, was die Tornados auch gleich zu Beginn des dritten Drittels untermauerten. Die Wölfe hatten ihre aufkommende Nervosität in der zweiten Pause nicht ablegen können und kassierten zudem jetzt unnötige Strafzeiten, was die Gäste eiskalt ausnutzten, um in doppelter Überzahl den 4:4-Ausgleich (44.) durch Marcel Linke zu markieren. Es kam aber noch schlimmer für die Wölfe. Nur vier Minuten später profitierten die Nieskyer von einer Fehlerkette in der EHV-Abwehr und gingen durch Mojmir Musil erstmals im Spiel selbst mit 5:4 (48.) in Führung. Die Wölfe hatten aber postwendend die richtige Antwort parat und kamen im Powerplay keine zwei Minuten später durch Petr Kukla zum 5:5 (50.). Wiederum nur zweieinhalb Minuten nach dem Ausgleich hatte der EHV 09 seine Führung zurückgeholt, als sich Georg Albrecht energisch durch die gesamte Tornado-Abwehr wühlte und zum 6:5 (53.) abschloss. Die Freude über den Führungstreffer hielt allerdings wieder nicht sehr lange. Nur ganze 84 Sekunden später schlugen die Tornados zurück und kamen in Überzahl durch Chris Neumann zum 6:6 (54.). Der Kampfgeist und Wille beim EHV 09 war dennoch weiter ungebrochen und auch die Chancen waren da, ein weiteres Tor in der regulären Spielzeit zu erzielen. Doch mit Glück und Geschick retteten sich die Gäste in die Verlängerung, in welcher sich die Lausitzer dann auch noch den etwas schmeichelhaften Zusatzpunkt sicherten, als Vitezslav Jankovych unbedrängt ins Schönheider Abwehrdrittel spazierte und den Puck trocken zum 7:6 (62.) in den linken Winkel des EHV-Gehäuses hämmerte.



Wenn man als neutraler Zuschauer beobachtet, welchen Aufwand die Wölfe derzeit betreiben müssen, um ein Tor zu erzielen, ist es gerade für das zurückliegende Wochenende bezeichnend und sicher auch für die Spieler und den eigenen Anhang teilweise frustrierend zu sehen, wie einfach es derweilen für die Gegner war, mit wenigen Chancen zum Erfolg zu kommen. Allein am Sonntag reichten den Tornados zwei Schönheider “Eigentore“ und drei Überzahltreffer, um zwei Punkte aus dem Wolfsbau zu entführen. Anders als in den Spielen zuvor, fehlte den Wölfen gegen Berlin und Niesky allerdings oftmals auch das entscheidende Quäntchen Glück, welches man wohl braucht, um in einer sehr ausgeglichenen Liga gegen die Konkurrenz zu gewinnen. Die Wölfe haben nun eine Woche spielfrei und somit Zeit, die beiden unglücklichen Niederlagen und die 15 Gegentore des Wochenendes zu analysieren. Im nächsten Heimspiel, am Freitag, dem 15.11.13, um 19:30 Uhr wird der EHV 09 erneut angreifen und versuchen, gegen die Jonsdorfer Falken die nächsten Punkte einzufahren.

Fotos: Eberhard Mädler

Statistik:

Tore:

1:0 Glück (Albrecht, Losch) 03:23 5-4
2:0 Albrecht (Geier, Heumann) 09:51
2:1 Bartell (Pohling) 11:30
2:2 Pohling (Bartell, Brill) 15:25
3:2 Jenka (Losch, Schenkel) 27:26
4:2 Gläser (Merka, Löhmer) 28:47
4:3 Linke (Wimmer, Greulich) 30:15 5-4
4:4 Linke (Jankovych, Musil) 43:09 5-3
4:5 Musil (Greulich, Linke) 47:39
5:5 Kukla (Jenka, Glück) 49:24 5-4
6:5 Albrecht (Glück, Heumann) 52:01
6:6 Neumann (Kuhlee, Brill) 53:25 5-4
6:7 Jankovych (Musil, Handrick) 61:53 GWS

Strafen: EHV 16 + 10 (Heumann) ELV 16

Zuschauer: 526