16.12.2013  Überraschung gegen Spitzenreiter blieb aus
Für den EHV Schönheide 09 war am dritten Advent beim Heimspiel gegen die Icefighters Leipzig nichts zu holen. Zwar konnten die Wölfe vor über 500 Zuschauern im Wolfsbau dem Spitzenreiter zwei Drittel lang Paroli bieten, am Ende musste sich das Team von Trainer Norbert Pascha aber klar und deutlich mit 2:8 (2:2, 0:2, 0:4) geschlagen geben.

Nachdem die Icefighters eine Woche zuvor ihre ersten beiden Saisonniederlagen einstecken mussten, keimte auch in Schönheide etwas Hoffnung auf, dass den Wölfen vielleicht ebenfalls eine Überraschung gegen den Ligaprimus gelingen könnte. Doch wie die über 150 gutgelaunten Leipziger Schlachtenbummler, welche die Partie für sich zu einem gefühlten Heimspiel machten, übernahmen auch die Icefighters sofort das Kommando im Wolfsbau und gingen bereits nach einer anderthalben Minute durch Florian Eichelkraut mit 1:0 in Führung. Der EHV 09 fand dagegen nur schwer ins Spiel und hatte in der Defensive einige Mühe dem schnellen Spiel der Gäste zu folgen. Auch beim 0:2 (9.) durch Fabian Hadamik reagierten die EHV-Verteidiger einfach zu langsam. Als Georg Albrecht in der 13. Minute der 2:1-Anschlusstreffer gelang, erlebten die Zuschauer plötzlich eine ganz andere Partie. Die Wölfe hatten den Respekt vorm Gegner abgelegt und spielten nun ebenfalls munter mit. Zunächst wurde ihnen noch ein Treffer durch den unsicheren Hauptschiedsrichter aberkannt, doch nur wenig später war erneut Georg Albrecht zur Stelle, welcher eine doppelte Überzahl zum 2:2 für die Wölfe nutzen konnte. Kurz vor der ersten Pause hätte der EHV 09 sogar in Führung gehen können, doch Miroslav Jenka traf von der blauen Linie nur den Pfosten des Leipziger Gehäuses.

Mit Beginn des Mitteldrittels nahmen die Icefighters aber gleich wieder den Druck von sich, als Damian Martin nur 21 Sekunden nach Wiederanpfiff zum 3:2 für die Gäste traf. In der Folge entwickelte sich aber weiterhin eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Mitte des Spiels hatten die Wölfe dann erneut den Ausgleich erzielt, doch nach endlosen Diskussionen ließ sich der wenig souveräne Hauptschiedsrichter erneut von Leipziger Spielern überreden und verweigerte schon zum zweiten Mal in diesem Spiel den Wölfen einen Treffer. Zumindest in dieser Szene klar benachteiligt, ließ der EHV 09 dennoch nicht locker und brachte die Abwehr der Icefighters doch einige Male in Verlegenheit. Eher überraschend fiel in dieser Phase dann das 4:2 (35.) für Leipzig durch Tomas Vrba, welchem ein völlig unnötiger Fehlpass eines EHV-Verteidigers vorausgegangen war.

Die letzten zwanzig Minuten sind dann relativ schnell auf den Punkt gebracht. Die Gastgeber hatten sich lange gegen den Tabellenführer zur Wehr gesetzt, doch als Edward Gale in der 42. Minute in Überzahl zum 5:2 für die Icefighters traf, schien der Wille des EHV 09 gebrochen. Spätestens mit dem 6:2-Überzahltreffer durch Leipzigs Dennis Dörner hatte die Partie dann endgültig seinen Sieger gefunden. Die letzten beiden Treffer der Icefighters durch Daniel Rau und Hannes Albrecht waren dann nur noch für die Statistik, verfälschen aber den wahren Spielverlauf, wonach der Leipziger Sieg zwar verdient, doch in der Summe wohl um zwei, drei Treffer zu hoch ausgefallen ist.


Statistik:

Tore:

0:1 Eichelkraut (Albrecht, Gale) 01:33
0:2 Hadamik (Vrba, Martin) 08:46
1:2 Albrecht (Losch, Heumann) 12:07
2:2 Albrecht (Jenka, Losch) 16:58 5-3
2:3 Martin (Ullmann, Vrba) 20:21
2:4 Vrba (Hadamik, Martin) 34:50
2:5 Gale (Albrecht, Dörner) 41:52 5-4
2:6 Dörner 50:57 5-4
2:7 Rau (Hadamik, Vrba) 57:25
2:8 Albrecht (Eichelkraut, Kröber) 57:33

Strafen: EHV 8   IFL 10

Zuschauer: 515