23.12.2013  Bessere Wölfe holen nur einen Punkt in Chemnitz

Im sportlichen Wettstreit kommt es nicht selten vor, dass am Ende die bessere Mannschaft als Verlierer da steht. So erging es auch dem EHV Schönheide 09 nach dem sonntägigen Weihnachtsderby bei den Wild Boys, welches die Wölfe vor knapp 800 Zuschauern im Chemnitzer Küchwaldstadion trotz Überlegenheit, Chancenplus und zwischenzeitlicher Zwei-Tore-Führung noch unglücklich mit 2:3 (2:0, 0:1, 0:1, 0:1) nach Penaltyschiessen verloren haben.

 

Der eine “gewonnene“ Punkt tröstet da nur wenig, denn Schönheide war von der ersten Minute an das spielbestimmende Team und ging auch frühzeitig durch zwei Powerplay-Tore von Kilian Glück (3.) und Petr Kukla (4.) verdient mit 2:0 in Führung. Von Chemnitz kam im ersten Drittel, außer bei einer doppelten Überzahlsituation, so gut wie nichts, nur versäumten es die Wölfe, aus ihrer Überlegenheit weiter Kapital zu schlagen. Chancen, das Ergebnis auszubauen, gab es für den EHV 09 zu Hauf, doch selbst ein über fünfminütiges Powerplay brachte keinen weiteren Treffer.

 

Auch im Mittelabschnitt unverändertes Bild. Die Wölfe waren weiter das aktivere Team und erspielten sich Torchancen im Minutentakt. Als Fels in der Brandung erwies sich dabei Chemnitz scheidender Torhüter Sebastian Staudt, welcher teilweise hundertprozentige Möglichkeiten mit guten Reflexen zunichte machte. Ein Torschussverhältnis von 13:3 stand nach dem zweiten Drittel zugunsten der Wölfe in der Spielstatistik, doch dafür konnten sich die Gäste nichts kaufen, denn wie aus dem Nichts fiel dann plötzlich der erste Treffer für die Wild Boys, als Michael Stiegler eine unübersichtliche Situation vor dem Wölfe-Gehäuse zum 2:1 (29.) nutzte.

 

Im dritten Abschnitt begegneten sich beide Mannschaften dann auf Augenhöhe. Den Wild Boys gelang offensiv weiterhin aber wenig und so hatten die Wölfe relativ leichtes Spiel, das Ergebnis von der Uhr zu spielen. Als zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit die Wild Boys auch noch eine Strafe gegen sich ausgesprochen bekamen, glaubten wohl nicht einmal mehr die Chemnitzer Anhänger an eine Wende. Doch ausgerechnet im anschließenden Powerplay passierte dem EHV 09 ein folgenschwerer Fehler, als ein katastrophaler Fehlpass eines Wölfe-Stürmers vom Chemnitzer Jan Herman abgefangen wurde und dieser beim Alleingang auf Sebastian Modes nur noch per Foul gestoppt werden konnte. Ob der fällige Penalty zum 2:2 (58.) durch Jan Herman dann tatsächlich ein regulärer Treffer war, wird am Ende wohl erst die Videoanalyse beweisen, denn ob es ein Lattentreffer war, oder der Puck am Innengestänge des Tores herausgesprungen ist, darüber waren sich selbst die Unparteiischen Uneins, wonach der Hauptschiedsrichter zunächst kein Tor anzeigte, sein Linienrichter die Scheibe aber im Tor gesehen haben will.

 

Die Wölfe hatten aber mit diesem einen Fehler den sicher geglaubten Sieg quasi auf der Zielgeraden noch aus der Hand gegeben und sich so um den verdienten Lohn einer guten Leistung gebracht, denn nach torloser Verlängerung ging der Zusatzpunkt im Penaltyschiessen an die Wild Boys.

 

 

Statistik:

 

Tore:

 

0:1 Glück (Jenka, Losch) 02:05 5-4

0:2 Kukla (Albrecht, Losch) 03:26 5-4

1:2 Stiegler (Zerbst, Galvez) 28:05

2:2 Herman (Penalty) 57:25

3:2 Stiegler (Penalty) 65:00 GWS

 

Strafen: ERV 18 + 10 (Piehler)   EHV 18

 

Zuschauer: 762