27.01.2014  Wölfe gewinnen Derbyfight gegen Wild Boys

Der Schönheider Wolfsbau bleibt eine uneinnehmbare Festung für den Dauerrivalen Chemnitz. Hochverdient mit 7:3 (3:2, 2:1, 2:0) gewann der EHV Schönheide 09 am Sonntag vor gut 700 Zuschauern auch das zweite Heimderby gegen die Wild Boys, wonach sich die Wölfe zusätzlich den direkten Vergleich gegen die Küchwalder in dieser Saison sicherten und auch weiterhin im Kampf um den vierten Tabellenplatz in der Oberliga Ost mitmischen. In einem wahren Derbyfight, mit zwischenzeitlich spannendem Spielverlauf, jeder Menge Emotionen und viel Kampf und Einsatz auf beiden Seiten, stach aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung vor allem die Paradereihe des EHV 09 mit Miroslav Jenka (2 Tore, 4 Assists), Kevin Geier (3 Assists) und Petr Kukla (4 Tore, 2 Assists) hervor, welche von den Chemnitzern im gesamten Spielverlauf nie in den Griff zu bekommen war.

 

Keine zwei Minuten waren gespielt, da gab es schon den ersten Aufreger im Wolfsbau, als die Wölfe einen Penalty zugesprochen bekamen, nachdem ein Chemnitzer Spieler versucht hatte, einen Gegentreffer mit der Hand im Torraum zu verhindern. Petr Kukla trat an, scheiterte jedoch ein ERV-Keeper Andreas Mechel. Nahezu die letzte Situation im Spiel, welche der Goalie gegen den Wölfestürmer für sich entscheiden sollte. Die vergebene frühe Führung schien den EHV 09 allerdings nur zusätzlich anzuspornen, denn in den Anfangsminuten war Einbahnstraße Richtung Chemnitzer Gehäuse angesagt, wonach der EHV-Anhang nicht lange auf den ersten Treffer warten musste, als Miroslav Jenka in der vierten Minute zum 1:0 für die Hausherren traf. Nur weitere vier Minuten später revanchierte sich Petr Kukla für den verschossen Penalty und erzielte auf Zuspiel von Kevin Geier und Miroslav Jenka seinen ersten Treffer im Spiel zum 2:0 für die Wölfe. Von Chemnitz war bis dahin nicht wirklich viel zu sehen, umso ärgerlicher aus EHV-Sicht, dass Jan Herman wie aus dem Nichts plötzlich auf 2:1 (10.) für die Wild Boys verkürzte. Im Anschluss ging es dann innerhalb von einer Minute Schlag auf Schlag. Erst stellte Georg Albrecht nur 28 Sekunden nach dem Chemnitzer Treffer mit dem 3:1 den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her, doch ebenso kurz hielt der Jubel dann bei den Wölfen an, denn Jan Herman traf wiederum nur 31 Sekunden später zum 3:2 für die Gäste. Bis zur ersten Pause hatten die Wild Boys in doppelter Überzahl gar noch die Chance zum Ausgleich, welcher aber dann aufgrund der Spielanteile im ersten Drittel auch des Guten zu viel gewesen wäre.

 

Auch im Mittelabschnitt waren die Wölfe das bessere Team und kamen in Überzahl durch Petr Kukla schnell zum 4:2 (22.). Doch die Effektivität der Chemnitzer war schon fast erschreckend, denn kaum mit nennenswerten Torchancen, reichte minimaler Offensivaufwand, um den Spielstand weiterhin spannend zu gestalten. So auch in der 26. Minute, als Artem Klein auf 4:3 für die Wild Boys verkürzte. Der EHV 09 lies sich dadurch aber nicht beeindrucken, erspielte sich auch weiterhin beste Chancen und hielt mit dem Treffer durch Miroslav Jenka zum 5:3 (30.) seine Kontrahenten auf Distanz. Irgendwie gerieten die Emotionen auf dem Eis durch dieses Tor teilweise außer Kontrolle, denn in der Folge kam es zu mehreren Boxeinlagen, nachdem sich Spieler beider Mannschaften immer öfters in die Haare bekamen. Zahlreiche Unterbrechungen, minutenlange Diskussionen mit den Schiedsrichtern und natürlich Strafzeiten gegen beide Teams waren die Konsequenz, wonach bis zum zweiten Pausentee nicht mehr viel Eishockey gespielt wurde.

 

Zumindest hatten sich die Gemüter zu Beginn des Schlussabschnitts wieder beruhigt und die Wölfe überstanden zudem gleich eine doppelte Unterzahl ohne weiteren Gegentreffer. Spannend blieb es dennoch, da Chemnitz nun deutlich mehr für die Offensive tat und mit einem Pfosten- und einem Lattenschuss untermauerte, dass man sich noch lange nicht geschlagen gab. Die Wölfe überstanden aber auch diese Druckphase unbeschadet und schienen in den Schlussminuten die größeren Kraftreserven zu haben. Allen voran Petr Kukla hatte ja noch aus der zweiten Spielminute eine Rechnung mit Wild Boys-Goalie Andreas Mechel zu begleichen und so hat er mit seinem dritten und vierten Treffer im Spiel und dem 7:3-Endstand die Verhältnisse an diesem Abend mehr als deutlich zurechtgerückt.

 

 

Statistik:

 

Tore:

 

1:0 Jenka (Kukla, Geier) 03:43

2:0 Kukla (Geier, Jenka) 07:37

2:1 Herman (Stiegler, Vymazal) 09:09

3:1 Albrecht (Losch, Glück) 09:37

3:2 Herman (Olesko, Piehler) 10:08

4:2 Kukla (Michel, Jenka) 21:25 5-4

4:3 Klein (Stiegler, Uhlig) 25:45

5:3 Jenka (Kukla, Hähnlein) 29:22

6:3 Kukla (Jenka, Geier) 53:35

7:3 Kukla (Jenka, Schenkel) 55:30

 

Strafen: EHV 18   ERV 22 + 10 (Uhlig) + 10 (Herman)

 

Zuschauer: 642