22.02.2014  Schönheide erwischt gebrauchten Tag gegen Berlin

Jeder hat es schon einmal erlebt. Es gibt Tage, da will einfach Nichts gelingen. Einen solchen “gebrauchten Tag“ erwischte am Freitag leider auch der EHV Schönheide 09 vor ca. 400 Zuschauern beim Heimspiel im Oberliga-Ost-Pokal gegen FASS Berlin. Mit 2:8 (0:6, 0:2, 2:0) mussten sich die Wölfe am Ende deutlich den Akademikern aus der Hauptstadt geschlagen geben, wobei die bittere Niederlage bereits nach dem ersten Drittel besiegelt war.

 

Viermal in Folge war der EHV 09 vor der Begegnung mit FASS Berlin im heimischen Wolfsbau siegreich geblieben und die Wölfe hatten sich am Freitagabend fest vorgenommen, diese Serie weiter auszubauen. Doch bereits in den Anfangsminuten wurde deutlich, dass man es mit hochmotivierten Akademikern zu tun bekommen würde und speziell mit dem hohen Tempo, welches die Berliner von der ersten Sekunde an vorlegten, hatten die Wölfe doch sichtlich ihre Probleme. Keine sechs Minuten waren gespielt, da führten die Gäste aus der Hauptstadt durch Tore von John Koslowski (3.), Jonas Müller (5.) und Dominik Grafenthin (6.) bereits mit 3:0 und EHV-Trainer Norbert Pascha musste zur Auszeit greifen, um den Angriffsdruck der Akademiker zu unterbrechen. Doch die Maßnahme half nur wenig, denn Berlin blieb auch in der Folge weiter äußerst effizient und legte durch Justin Ludwig (10.) und Christian Gries (14.) zwei weitere Treffer zum 5:0 nach. Danach war für EHV-Keeper Sebastian Modes das Spiel beendet. Er verließ entnervt seinen Kasten und wurde durch Backup Stephan Quietzsch ersetzt. Keine drei Minuten zwischen den Pfosten war aber auch er machtlos, als John Koslowski zum 6:0 (17.) für die Hauptstädter traf.

 

Der Mittelabschnitt war dann relativ ausgeglichen. Die Wölfe waren trotz des deutlichen Rückstandes bemüht, das Spiel an sich zu reißen und erspielten sich auch einige gute Torchancen. Lediglich im Abschluss fehlte immer noch das nötige Glück. Besser machten es die Gäste, welche sich nun auf’s Kontern beschränkten, sich dabei allerdings weiterhin sehr effektiv zeigten, als Christian Gries (29.) und John Koslowski (32.) auf 8:0 für die Akademiker erhöhten. Das Spiel war freilich längst entschieden, doch elf Sekunden vor der zweiten Pause entluden sich dann Frust und Emotionen auf dem Eis, als der Schönheider Kilian Glück und der Berliner Jan-Hendrik Seelisch aneinander gerieten. In der Summe “kümmerten“ sich dann gleich drei Gästespieler, unteranderem auch FASS-Goalie Dominik Gräubig, um den einen Wölfespieler. Vor allem der Gästekeeper viel in diesem Zusammenhang besonders negativ auf und nachdem er schon mit einem Stockstich gegen einen Wölfespieler “glänzte“, entledigte er sich danach auch noch seiner Ausrüstung und schlug wie von Sinnen auf den am Boden liegenden Kilian Glück ein, was EHV-Verteidiger Robert Hoffmann dazu veranlasste, im ungleichen Kampf dazwischen zu gehen. Zur Verwunderung gab es dann lediglich eine Spieldauerstrafe gegen Robert Hoffmann, während der Berliner Torwart vom Hauptschiedsrichter unverständlicherweise nur mit einer Zwei-Plus-Zwei-Strafe belegt wurde.

 

Im Schlussdrittel hatten sich die Gemüter dann wieder beruhigt und die Wölfe konnten in einem total verkorksten Spiel wenigstens noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Roy Hähnlein (41.) und Miroslav Jenka (55.) erzielten dabei die beiden EHV-Ehrentreffer zum 2:8-Endstand aus Schönheider Sicht.

 

Nun gilt es für die Wölfe, diese Partie schnell abzuhaken und sich auf Sonntag zu konzentrieren. Auch wenn diese Niederlage sicherlich schmerzt, der EHV 09 hat es dennoch weiterhin selbst in der Hand, den Einzug ins Pokal-Halbfinale zu schaffen. Am besten gleich mit der Revanche gegen FASS Berlin im direkten Rückspiel am Sonntag im Berliner Wellblechpalast.

 

 

Statistik:

 

Tore:

 

0:1 Koslowski (Grafenthin, Filin) 02:37

0:2 Müller (Koslowski, Grafenthin) 04:51

0:3 Grafenthin (Koslowski) 05:39

0:4 Ludwig (Southerland, Simon) 09:12

0:5 Gries (Leers, Scholz) 13:40

0:6 Koslowski (Müller, Janke) 16:42 5-4

0:7 Gries (Scholz, Watzke) 28:13

0:8 Koslowski (Filin, Grafenthin) 31:02

1:8 Hähnlein (Michel, Jenka) 40:16

2:8 Jenka (Kukla) 54:32

 

Strafen: EHV 25 + 10 (Losch) + 20 (Spieldauer Hoffmann)   FASS 18

 

Zuschauer: 380