24.02.2014  EHV 09 gelingt Revanche gegen FASS Berlin
Der EHV Schönheide 09 hat die bittere 2:8-Heimniederlage vom Freitag gegen FASS Berlin gut verdaut und am Sonntag im direkten Rückspiel in der Hauptstadt erfolgreich Revanche genommen. In einem umkämpften Spiel vor gerade einmal 100 Zuschauern im Berliner Wellbelchpalast setzten sich die Wölfe am Ende verdient mit 5:2 (3:0, 0:2, 2:0) gegen die Akademiker durch und haben es nun selbst in der Hand, mit einem Sieg im abschließenden Heimspiel am kommenden Sonntag, dem 02.03.14, um 17:00 Uhr im Schönheider Wolfsbau gegen die Jonsdorfer Falken als Erster der Gruppe B ins Pokal-Halbfinale einzuziehen.

Der Stachel ob der deutlichen Heimniederlage gegen die Akademiker saß tief und so hatte sich das Team von Trainer Norbert Pascha am Sonntag in Berlin viel vorgenommen, dieses Mal den Spieß wieder umzudrehen und präsentierte sich von der ersten Minute an hellwach. Nach anfänglichem Abtasten übernahm der EHV 09 immer mehr das Spielgeschehen und ging in der achten Minute auf Vorlage von Julius Michel und Florian Richter durch Vincent Wolf auch verdient mit 1:0 in Führung. Die Gastgeber hatten den Rückstand noch gar nicht verarbeitet, da schlug es 88 Sekunden später erneut im FASS-Gehäuse ein, als Petr Kukla (im Bild rechts) mit dem 2:0 zur Stelle war. Für den Wölfestürmer scheint der Berliner Wellblechpalast generell eine gute Adresse zu sein. Bereits beim letzten Auswärtspiel in der Meisterrunde traf der 30-jährige Tscheche viermal ins Schwarze und um es vorweg zu nehmen, diese Geschichte sollte sich am gestrigen Sonntag wiederholen. Zunächst ließ die Nummer 88 in der 16. Spielminute nach Vorarbeit von Miroslav Jenka und Roy Hähnlein das 3:0 und somit eine eigentlich beruhigende Pausenführung folgen.



Auch zu Beginn des Mittelabschnitts zunächst unverändertes Bild. Die Wölfe mit den besseren Chancen vergaben aber in der 27. und 31. Minute zwei gute Gelegenheiten, in Überzahl die Führung weiter auszubauen. Das 4:0 sollte dann trotzdem fallen und hätte den Wölfen wohl auch noch mehr Ruhe gegeben, doch der Hauptschiedsrichter erkannte den Treffer von Kilian Glück nicht an, was die Akademiker in der Folge auf den Plan rief, etwas mehr ins Spiel zu investieren. FASS forcierte nun deutlich das Tempo und verkürzte in der 34. Minute durch Max Janke auf 3:1. Nur zwei Minuten später gelang den Akademikern gar der 3:2-Anschlußtreffer durch Dominik Grafenthin und die sicher geglaubte EHV-Führung geriet plötzlich ins Wanken. Bis zum zweiten Pausentee hätten die Berliner durchaus den Ausgleich erzielen können, doch mit Kampf und Einsatz retteten die Wölfe den knappen Vorsprung in die Kabine.

Im Schlussdrittel wurde es dann zunehmend hektischer auf dem Eis. Die Akademiker wollten unbedingt den Ausgleich, wurden aber bei ihren Aktionen und Zweikämpfen immer unsauberer, was den Wölfen in der 44. Minute eine doppelte Überzahl bescherte, welche allerdings leichtfertig vergeben wurde. Statt den Vorsprung auszubauen, ließen die Wölfe den Berlinern einen Unterzahlkonter zu, welchen Kilian Glück nur mittels Foulspiel unterbinden konnte. Die Hausherren bekamen folgerichtig einen Penalty zugesprochen, welchen glücklicherweise EHV-Goalie Sebastian Modes parieren konnte und so die knappe Führung für die Wölfe weiter Bestand hatte. Schönheide konnte danach das Spiel wieder etwas beruhigen und hatte in der 52. Minute erneut die Chance, im Powerplay nachzulegen. Dieses Mal mit Erfolg, als Petr Kukla mit seinem dritten Treffer das wichtige 4:2 für den EHV 09 erzielte. Sieben Minuten vor dem Ende entluden sich dann noch einmal alle Emotionen, als die Akademiker zu aggressiv auf Wölfekeeper Sebastian Modes gegangen waren und ihm seine Mitspieler schützend zu Hilfe kamen. Die Rangelei endete mit jeweils zwei Strafminuten für einen FASS-Akteur und zwei EHV-Spieler und einer Spieldauerstrafe gegen Kilian Glück. Die doppelte Unterzahl blieb für die Wölfe anschließend ohne Folgen, was den Frust speziell bei FASS-Stürmer Dominik Grafenthien steigerte, als er sich mit Bandencheck und seiner zweiten Zehn-Minuten-Strafe, gleichbedeutend einer Spieldauerstrafe, selbst unrühmlich aus dem Spiel nahm. Der EHV 09 ließ dann in Überzahl nicht mehr viel anbrennen und war in der Schlussminute auch noch einmal erfolgreich, als Petr Kukla zum vierten Mal im Spiel den Puck im verwaisten Berliner Kasten zum 5:2-Endstand versenkte.


Statistik:

Tore:

0:1 Wolf (Richter, Michel) 07:57
0:2 Kukla (Jenka, Geier) 09:25
0:3 Kukla (Jenka, Hähnlein) 15:35
1:3 Janke (Czajka) 33:05
2:3 Grafenthin (Koslowski, Müller) 35:09
2:4 Kukla (Geier, Jenka) 51:47 5-4
2:5 Kukla (Jenka, Hähnlein) 59:10 ENG

Strafen: FASS 18 + 10 (Grafenthin) + 20 (Spieldauer Grafenthin) EHV 21 + 20 (Spieldauer Glück)

Zuschauer: 103