08.12.2014  Wölfe müssen sich Icefighters geschlagen geben
Gut gespielt und dennoch verloren. So könnte man aus Sicht des EHV Schönheide 09 das gestrige Heimspiel gegen die Icefighters Leipzig kurz zusammenfassen. Am Ende hatten die Wölfe gegen eine starke und in der Chancenverwertung effektivere Leipziger Mannschaft mit 3:6 (0:2, 2:2, 1:2) das Nachsehen und mussten so nach zuletzt vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen.


Bildquelle: MeMa-Foto

Über 750 Zuschauer im Wolfsbau, darunter gut 300 mitgereiste Icefighters-Anhänger, sahen von Beginn an eine gute und temporeiche Oberligapartie, in welcher die Wölfe im ersten Drittel mehr Spielanteile und Chancen nachzuweisen hatten, aber immer wieder in aussichtsreicher Position an Gästekeeper Sebastian Staudt scheiterten. Leipzig hingegen tauchte in den ersten zehn Minuten nur selten vor dem EHV-Gehäuse auf, umso überraschender dann die 1:0-Führung durch Hannes Albrecht (10.) mit dem ersten echten Torschuss der Icefighters. Nur vier Minuten später erhöhte der Tabellenführer sogar den Spielstand, als Fabian Hadamik ein Powerplay zum 2:0 (14.) für die Leipziger nutzte.

Ähnlicher Spielverlauf auch zu Beginn des Mittelabschnitts. Schönheide drückte, Leipzig schoss die Tore. Nach einem individuellen Fehler in der EHV-Defensive reagierten die Icefighters blitzschnell und erhöhten durch Florian Eichelkraut auf 3:0 (24.). Die Wölfe hatten jetzt ein richtig dickes Brett zu bohren, kämpften trotz des deutlichen Rückstandes unverdrossen weiter und wurden belohnt, als Roy Hähnlein (30.) und Vincent Wolf (33.) innerhalb von drei Minuten auf 3:2 verkürzten. Auch der Ausgleich lag danach mehrfach in der Luft, doch scheiterte man wiederholt mit besten Chancen am Leipziger Torhüter. In dieser Phase zeigte sich wieder einmal die Effektivität der Icefighters an diesem Abend. Mit bedeutend weniger Offensivaktionen, reichte den Gästen ein guter Angriff, um durch Tom Fiedler das 4:2 (38.) zu erzielen.

Unbeeindruckt ob des Zwei-Tore-Rückstandes, versuchten die Wölfe auch im Schlussdrittel weiter ihr Bestes und drängten verbissen auf den Anschlusstreffer. Die besten Möglichkeiten ergaben sich dabei in zwei aufeinanderfolgenden Powerplays, welche allerdings nicht für einen weiteren Treffer genutzt werden konnten. Auch hier zeigten sich die Gäste zielgenauer, als Fabian Hadamik eine schöne Kombination über Esa Hofverberg und Daniel Rau zum 5:2 (52.) abschloss. Kurz darauf eine Schrecksekunde im Stadion, als Wölfestürmer Pierre Gläser nach einem harten Einsteigen von Leipzigs Verteidiger Florian Ullmann verletzt liegen blieb und mit einer Trage vom Eis gebracht werden musste. Der 22-jährige Stürmer hatte dabei Glück im Unglück, denn was zunächst nach einer Halswirbelverletzung aussah, bestätigte sich im Krankenhaus glücklicherweise nicht. Dennoch zog er sich eine Gehirnerschütterung zu und wird die nächsten zwei bis drei Tage noch zur Kontrolle im Krankenhaus verbringen. Gute Besserung an dieser Stelle an unsere Nummer 21. Aufgrund der Verletzungsfolge war für Icefighter Ullmann die Partie dann mit einer Fünf-Plus-Spieldauerstrafe beendet und die Wölfe nutzten die anschließende numerische Überlegenheit für ihren dritten Treffer durch Georg Albrecht zum 5:3 (55.). Auch Chancen für einen vierten Treffer waren da, doch am Ende reichte auch die Herausnahme von EHV-Keeper Sebastian Modes zugunsten eines sechsten Feldspielers nicht mehr, denn den Gästen gelang 37 Sekunden vor Ultimo noch das 6:3 durch das Empty-Net-Goal von Tomas Vrba.


Statistik:

Tore:

0:1 Albrecht (Eichelkraut, Rau) 09:59
0:2 Hadamik (Hofverberg, Rau) 13:31 5-4
0:3 Eichelkraut (Ullmann, Albrecht) 23:51
1:3 Hähnlein (Jenka) 29:15
2:3 Wolf (Guts, Gläser) 32:39
2:4 Fiedler (Dörner) 37:03
2:5 Hadamik (Rau, Hofverberg) 51:24 5-4
3:5 Albrecht (Trolda, Hähnlein) 54:51 5-4
3:6 Vrba (Hadamik, Fominych) 59:23 ENG

Strafen: EHV 14 IFL 19 + 20 (Spieldauer Ullmann)

Zuschauer: 756