29.12.2015  Schönheider Wölfe in Bad Tölz ohne Chance

Der EHV Schönheide 09 war am Montag ganz zuversichtlich ins oberbayrische Bad Tölz gefahren, galten die Löwen doch bisher ein wenig als der “Lieblingsgegner“ der Wölfe, nachdem der EHV 09 den Tölzern in dieser Saison schon vier Punkte in zwei Spielen abgeknöpft hatte. Doch nach dem Ende der dritten Partie war die Ernüchterung groß, denn dieses Mal hatten die Wölfe keine Chance und unterlagen nach einem schwachen Schlussdrittel den Hausherren vor über 1300 Zuschauern in der Hacker-Pschorr-Arena klar und deutlich mit 2:7 (1:2, 1:1, 0:4).


Foto: E. Mädler (Archiv)

Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Initiative auf dem Eis und kamen zu guten Chancen, welche aber Sebastian Modes, der dieses Mal den Vorzug vor Florian Neumann im EHV-Gehäuse bekam, parieren konnte. In der 11. Minute musste er dann doch erstmals hinter sich greifen, als Dominik Walleitner die Hausherren mit 1:0 in Führung brachte. Dieser Gegentreffer zeigte Wirkung bei den Wölfen, denn nur 59 Sekunden erhöhten die Tölzer durch Julian Kornelli auf 2:0. Vom EHV 09 war bis kurz vor der ersten Pause wenig zu sehen. Erst als Stephan Trolda in der 18. Minute der 2:1-Anschlusstreffer gelang, wurden die Wölfe mutiger und hätten durch Tomas Vrba sogar fast noch den Ausgleich erzielen können.

Gleiches Bild auch im Mittelabschnitt. Die Tölzer Löwen weiter spielbestimmend und mit guten Chancen, welche aber Sebastian Modes allesamt abwehren konnte. Die erste Strafzeit im Spiel überhaupt nutzten aber dann die Hausherren eiskalt aus, um durch Franz Mangold auf 3:1 (29.) zu erhöhen. Dieses Mal hatten die Wölfe jedoch eine passende Antwort und nutzten ihrerseits auch das erste Powerplay im Spiel, um durch Roy Hähnlein auf 3:2 (34.) zu verkürzen. In der Schlussminute des zweiten Drittels hatte der EHV 09 dann bei einem weiteren Überzahlspiel sogar die Chance zum Ausgleich, doch zeigte der Tölzer Keeper Konstantin Kessler bei einer Großchance der Wölfe eine ganz starke Parade.

Auch in das Schlussdrittel starteten die Wölfe mit einem Mann mehr, jedoch ohne nennenswertes Ergebnis. Wie es besser geht, zeigten die Tölzer Löwen in der Folge. Innerhalb von zehn Minuten und mit drei Treffern in Überzahl von Christian Kolacny (46./52.) und Maximilian Hörmann (56.) schraubten die Hausherren das Ergebnis auf 6:2 in die Höhe. Auch der Schlusspunkt gehörte den Gastgebern, welche durch den Treffer von Franz Mangold gut zwei Minuten vor Ultimo den 7:2-Endstand herstellten.

Auffällig ist nicht erst seit gestern, dass die Wölfe zwar zwei Drittel lang mit ihren Gegnern mithalten können, in den letzten zwanzig Minuten aber dann die Spiele und bessere Ergebnisse aus der Hand geben. Größte Baustelle ist weiterhin das viel zu harmlose Powerplay. In den letzten Spielen krankt aber auch das Penaltykilling, wonach die Wölfe insgesamt zu viele Treffer mit einem oder zwei Mann weniger hinnehmen müssen. Allein gestern in Bad Tölz machten vier Gegentore in Unterzahl am Ende den Unterschied.



Statistik:


Tore:


1:0 Walleitner (Heller, Mechel) 10:33

2:0 Kornelli (Strobl, Sedlmayr) 11:32

2:1 Trolda (Geier) 17:55

3:1 Mangold (Fischhaber, Schenkel) 28:16 5-4

3:2 Hähnlein (Vrba, Jenka) 33:40 5-4

4:2 Kolacny (Velebny, Sedlmayr) 45:57 5-3

5:2 Kolacny (Schenkel, Fischhaber) 51:36 5-4

6:2 Hörmann (Mangold, Fischhaber) 55:07 5-4

7:2 Mangold (Fischhaber, Schöpf) 57:51


Strafen:
TÖL 6   EHV 12


Zuschauer:
1361