11.01.2016  Selber besiegt Schönheider Wolfsrudel erneut
Auch im dritten Anlauf in dieser Saison gelang es dem EHV Schönheide 09 nicht, das Wolfsrudel aus Selb zu bezwingen. Zwar war es das bisher engste Duell zwischen beiden Teams, doch letztendlich setzte sich die individuelle Klasse der Oberfranken erneut durch, wonach der VER Selb die spannende Partie vor knapp 800 Zuschauern im Schönheider Wolfsbau am Ende verdient mit 4:2 (3:2, 1:0, 0:0) gewinnen konnte.



Bereits den besseren Start erwischten die Gäste aus Selb, welche von gut 300 Fans in Schönheide unterstützt wurden und gingen in der sechsten Spielminute durch einen eher glücklichen Treffer von Kyle Piwowarczyk mit 1:0 in Führung. Als wenig später EHV-Kapitän Miroslav Jenka die erste Strafzeit im Spiel absitzen musste, schlug Selb erneut zu und erhöhte in Überzahl durch Achim Moosberger auf 2:0 (7.). Der EHV 09 musste nun deutlich mehr investieren und fand in der Folge auch immer besser ins Spiel. In der 15. Minute nutzten dann auch die heimischen Wölfe ihr erstes Powerplay und schafften durch Tomas Vrba den 2:1-Anschlusstreffer. Auch danach blieben die Gastgeber am Drücker und kamen durch Kilian Glück zum mittlerweile verdienten 2:2-Ausgleich (18.). Jedoch gelang es den Hausherren nicht, dieses Ergebnis zumindest in die erste Pause zu retten, denn drei Sekunden vor Ende des ersten Abschnittes und erneut in Überzahl ging Selb wieder durch Kyle Piwowarczyk mit 3:2 in Führung.



Im Mittelabschnitt war das Spiel dann sehr zerfahren und größtenteils durch Kampf und Krampf bestimmt, woran auch das Schiedsrichtergespann seinen Anteil hatte und des Öfteren fragwürdige Entscheidungen und Strafen auf beiden Seiten verhängte. Der EHV 09 war dennoch gut im Spiel und erarbeitete sich einige Chancen, scheiterte aber gerade in Überzahl immer wieder an Selbs Keeper Marco Suvelo. Einzig die Selber konnten von den Strafzeiten etwas profitieren, als sie mit ihrem bereits dritten Powerplaytreffer im Spiel durch Herbert Geisberger auf 4:2 (32.) erhöhten.


Fotos: Mario Fritzsch

Die Specialteams machten auch im Schlussdrittel den Unterschied. Während sich der EHV 09 gleich zu Beginn in doppelter Überzahl die Zähne an der VER-Defensive ausbiss, spielte Selb die Partie clever und unspektakulär von der Uhr. Die letzte Chance, vielleicht doch noch eine Wende zu schaffen, ergab sich dann zweieinhalb Minuten vor dem Ende für den EHV 09. Doch erneut konnten die erzgebirgischen Wölfe ein Powerplay nicht nutzen und so entführte der VER Selb die drei Punkte aus dem Schönheider Wolfsbau.


Statistik:

Tore:

0:1 Piwowarczyk (Geisberger, Gare) 05:29
0:2 Moosberger (Hendrikson, Maaßen) 06:52 5-4
1:2 Vrba (Jenka, Glück) 14:39 5-4
2:2 Glück (Jenka, Gulda) 17:47
2:3 Piwowarczyk (Gare, Schadewaldt) 19:57 5-4
2:4 Geisberger (Gare, Schadewaldt) 31:37 5-4

Strafen: EHV 14 + 10 (Schenkel) VER 16 + 10 (Neumann) + 10 (Roos)

Zuschauer: 778