10.02.2016  Schönheide punktet auch gegen Bad Tölz
Nach dem der EHV Schönheide 09 zuletzt schon gegen Peiting und am Sonntag in Bayreuth punkten konnte, zeigten die Wölfe auch am Faschingsdienstag beim Nachholspiel gegen die Tölzer Löwen eine gute Partie, welche, wie am vergangenen Freitag beim Heimspiel gegen Peiting, wieder über die volle Distanz ging. Zwar mussten sich die Gastgeber den Tölzer Löwen am Ende mit 3:4 (2:2, 0:1, 1:0, 0:1) nach Penaltyschießen geschlagen geben, doch war für den EHV 09 durchaus mehr drin, denn fast die gesamte fünfminütige Verlängerung spielten die Wölfe in Überzahl, konnten aber Gästekeeper Konstantin Kessler nicht zum siegbringenden Treffer überwinden.



Die Wölfe zeigten sich von Beginn an, begünstigt natürlich auch durch den Erfolg in Bayreuth, sehr selbstbewusst und setzten die Tölzer sofort unter Druck. Einzig in der Defensive agierte der EHV 09 etwas unkonzentriert, was dazu führte, dass die Gäste in der vierten Minute einen Abwehrfehler gnadenlos bestraften und wie aus dem Nichts durch Franz Mangold mit 1:0 in Führung gingen. Der Spielverlauf war dann komplett auf den Kopf gestellt, als die Löwen auch gleich ihr erstes Powerplay verwerteten und durch Routinier Klaus Kathan auf 2:0 (7.) erhöhten. Die Wölfe brauchten in der Folge zwar einige Minuten um diesen Schock zu verdauen, doch in der 13. Minute war der EHV 09 wieder zurück im Spiel, als Petr Gulda den 2:1-Anschlusstreffer markierte. Bis zur ersten Pause spielten dann auch nur noch die Hausherren, die für ihren Einsatz belohnt wurden, als erneut Petr Gulda 27 Sekunden vor dem Pausentee den 2:2-Ausgleich sorgte.

Im Mittelabschnitt waren dann die Gäste deutlich besser in der Partie und nutzten erneut eine Unachtsamkeit in der EHV-Defensive, um durch Johannes Sedlmayr wieder mit 3:2 (21.) in Führung zu gehen. Danach entwickelte sich zwischen beiden Mannschaften ein Spiel auf Augenhöhe, in welchem nun mehr und mehr die Torhüter in den Mittelpunkt rückten. Beste Chancen gab es hüben wie drüben, doch sollte bis zur zweiten Pause kein weiterer Treffer mehr fallen.

Die Wölfe waren also im Schlussdrittel unter Zugzwang und drängten auf den Ausgleich. In der 47. Minute begann dann die Partie auch tatsächlich wieder bei null, als Miroslav Jenka im Powerplay zum 3:3 erfolgreich war. In der Folge hatten beide Teams durchaus die Chance, die Partie noch für sich zu entscheiden, doch sowohl Gästekeeper Konstantin Kessler als auch EHV-Goalie Florian Neumann ließen keinen Treffer mehr zu. Neun Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit gab es dann doch noch einen Aufreger, als Löwen-Stürmer Christoph Fischhaber EHV-Verteidiger Kilian Glück unabsichtlich mit dem Schläger im Gesicht traf und daraufhin mit einer Fünf-Plus-Spieldauerstrafe vom Eis musste.



Für die Wölfe bedeutete dies, fast die komplette fünfminütige Verlängerung in Überzahl zu spielen, doch alle noch so guten Bemühungen scheiterten beim Spiel auf ein Tor, denn irgendwie schafften es die Tölzer immer wieder entscheidend zu stören oder konnten sich auf ihren Torhüter verlassen, welcher einige Male glänzend parierte. So musste letztendlich das Penaltyschießen entscheiden, welche Mannschaft mit dem Zusatzpunkt das Eis als Sieger verlässt. Hier hatten zunächst die Wölfe den Vorteil auf ihrer Seite, als Marco Pronath den ersten Versuch sicher verwandelte. Mit etwas Glück glichen aber die Gäste durch Klaus Kathan aus. Während im Anschluss Stephan Trolda für den EHV 09 scheiterte, traf Johannes Sedlmayr für die Tölzer Löwen. Dem Druck des Treffenmüssens war dann Wölfe-Kapitän Miroslav Jenka leider nicht gewachsen, welcher mit seinem Versuch scheiterte und der Zusatzpunkt somit an den Altmeister ging.


Statistik:

Tore:

0:1 Mangold 03:52
0:2 Kathan (Fischhaber, Kammerer) 06:35 5-4
1:2 Gulda (Jenka, Schenkel) 12:04
2:2 Gulda (Schenkel, Jenka) 19:33
2:3 Sedlmayr (Kammerer, Kolacny) 20:45
3:3 Jenka (Vrba, Hähnlein) 46:13 5-4
3:4 Sedlmayr (Penalty) GWS

Strafen: EHV 4 + 10 (Lejdborg) TÖL 11 + 20 (Spieldauer Fischhaber)

Zuschauer: 324