15.01.2018  Schönheider Wölfe mit Sechs-Punkte-Wochenende

An ihrem ersten von zwei aufeinanderfolgenden Doppel-Wochenenden konnten die Schönheider Wölfe die volle Punktezahl einfahren und überrollten zuerst am Samstag im heimischen Wolfsbau die Bad Muskau Bombers mit 18:1 (6:0, 5:1, 7:0), um keine 24 Stunden später nachzulegen, als die Mannen um Coach Sven Schröder die Berlin Blues in der Hauptstadt deutlich mit 7:1 (3:0, 1:0, 3:1) besiegten. Durch die beiden Erfolge festigten die Wölfe nicht nur ihren zweiten Tabellenplatz in der Regionalliga Ost, sondern bauten ihren Vorsprung auf die direkten Konkurrenten FASS und Blues sogar noch aus.



Beide Spiele konnten im Vorfeld kaum unterschiedlicher sein. Mit nur zehn Feldspielern und zwei Torhütern empfingen die Wölfe am Samstag im heimischen Wolfsbau den Tabellenletzten Bad Muskau und ließ die Partie zu einem wahren Schützenfest werden. Schon nach dem ersten Drittel stand ein 6:0 für die Hausherren auf der Anzeigetafel. Wölfe-Coach Sven Schröder hatte für das erste Drittel eben jene Taktik ausgegeben, um für das Spiel am Sonntag in Berlin Kräfte zu schonen. Eigentlich wollte man ab dem Mittelabschnitt dann auch ein, zwei Gänge runterschalten, ob das so war, liegt im Auge des Betrachters, denn die Bombers hatten im gesamten Spielverlauf nichts entgegenzusetzen und so war es für die Wölfe ein leichtes Spiel, das Ergebnis bis zum Schlusspfiff auf 18:1 in die Höhe zu schrauben.


Foto: Eb. Mädler

Am Sonntag bei den Berlin Blues sollte es vom Tempo her dann doch schneller und vom Ergebnis her enger werden. Schließlich waren die Wölfe nach der 2:3-Penaltyniederlage im ersten Aufeinandertreffen gegen die Blues gewarnt. Während die Gastgeber eine komplette Kapelle von 20+1 aufboten, reisten die Wölfe erneut mit Minikader an. Im Vergleich zum Vortag stieß lediglich Christian Freitag nach abgesessener Matchstrafe wieder ins Team, wonach die Wölfe mit 11+2 gegenhalten wollten.

Nach einigen Minuten des Abtastens und der Umstellung, dass es gegen die Blues auf dem Eis etwas schneller zur Sache ging, nutzten die Wölfe ihre erste Überzahlsituation durch Kapitän Kilian Glück zum 1:0. Generell konnte sich das Powerplay am Sonntag sehen lassen, denn zwei weitere Überzahlspiele nutzten die Wölfe in Person von Petr Kukla im ersten Abschnitt, um den Spielstand auf 3:0 zu erhöhen. Das gute erste Drittel samt Ergebnis hat den Wölfen natürlich in die Karten gespielt, wonach man das Mitteldrittel spielerisch clever angehen konnte. Es war nicht so, dass die Blues nicht wollten, aber das Team von Ex-Wölfe-Goalie Benjamin Grunwald fand kaum Mittel gegen die clever spielenden Wölfe. Es gab kaum Torchancen vor Goalie Eric Hanke und selbst um ihr Aufbauspiel aufzuziehen, hatten die Blues sichtlich Probleme. Im Vergleich dazu der nächste Treffer für die Wölfe durch Michael Galvez, welcher nach drei schnellen Pässen vom eigenen bis zum gegnerischen Gehäuse das 4:0 erzielte, womit es auch in die zweite Pause ging. Im letzten Drittel trafen die Blues in Überzahl zwar zum 1:4, doch die Wölfe ließen bis zur Schlusssirene nichts mehr anbrennen und untermauerten ihre gute Leistung mit drei weiteren Treffern durch Jannik-Noah Grätke, Lucas Novacek und Kilian Glück zum 7:1-Endstand.



„Ich kann nur den Hut vor dieser Mannschaft ziehen. Die Jungs haben erneut die personellen Rückschläge weggesteckt, dennoch immer wieder den Gameplan umgesetzt und waren damit letztendlich erfolgreich.“, so ein sichtlich stolzer Wölfe-Coach Sven Schröder nach diesem Doppel-Wochenende.