29.01.2018  Wölfe lösen gegen Blues das Play-Off-Ticket

Die Schönheider Wölfe haben am vergangenen Samstag vor knapp 500 Zuschauern im Wolfsbau die Berlin Blues deutlich mit 9:1 (3:1, 4:0, 2:0) bezwungen und damit eindrucksvoll das Play-Off-Ticket gelöst. Ganz nebenbei profitierte das Team um Coach Sven Schröder von der Spielabsage des ELV Niesky beim ESC 2007 Berlin und übernahm aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber den Tornados, wenn auch mit drei absolvierten Spielen weniger, erstmals in dieser Saison die Tabellenführung in der Regionalliga Ost.


Fotos: Eb. Mädler

Von der ersten Minute an machten die Hausherren klar, dass es am Samstag keinen anderen Sieger geben sollte, als die Wölfe, denn schon nach 11 Sekunden nutze Christian Freitag einen Abspielfehler der Blues um hämmerte die Scheibe zum 1:0 in den Berliner Giebel. Keine 25 Sekunden später erzielte Jannik-Noah Grätke einen weiteren Treffer, welcher aber vom Schiedsrichtergespann zu recht aberkannt wurde. Die Berlin Blues, mit 17 Feldspielern, zwei Torhütern und zwei Neuverpflichtungen angereist, wollten eigentlich die 1:7-Heimniederlage von vor zwei Wochen gegen Schönheide vergessen machen, fanden aber gegen die starken Wölfe nicht ins Spiel und kassierten in der 8. Minute das 0:2 durch Petr Kukla. Aus dem Nichts gelang den Gästen vom Bully weg dann zwar der 2:1-Anschlusstreffer durch Dustin Hesse (16.), doch nur eine Minute später stellte Lukas Novacek mit seinem Tor zum 3:1 den alten Abstand wieder her.



Wer dachte, dass die Berliner im zweiten Abschnitt besser ins Spiel finden, sah sich getäuschte, denn die Wölfe blieben weiter die spielbestimmende Mannschaft und nutzten einen Lehrbuch-Konter über Michael Galvez und Florian Richter, welchen Danny Reimann zum 4:1 (22.) abschloss. Die Blues waren nun mit dem Tempo und Spiel der Wölfe gänzlich überfordert und zogen jetzt Strafen, welche die Gastgeber ausnutzten und das Ergebnis durch Tore von Jan Gruß (32.), Lukas Novacek (34.) und Vincent Wolf (39.) auf 7:1 in die Höhe schraubten.



Auch im letzten Drittel ließen die Wölfe nichts anbrennen, erhöhten per Doppelpack von Petr Kukla (48./51.) gar auf 9:1 und feierten am Ende einen völlig verdienten Sieg und den Einzug ins Play-Off-Halbfinale.

Wölfe-Coach Sven Schröder zeigte sich nach dem Spiel natürlich sehr zufrieden und war stolz auf sein Team: „Die Mannschaft hat das Ergebnis vom Auswärtsspiel in Berlin bestätigt, was allerdings keine Selbstverständlichkeit ist, Woche für Woche solche Resultate zu liefern, vor allem in dieser Deutlichkeit. Das funktioniert nur, wenn unter der Woche im Training gut und hart gearbeitet wird und der Team-Spirit stimmt. Die Blues verfügen über einen erfahrenen und guten Kader, wo viele Spieler schon in höheren Ligen ihr Geld verdient haben. Deshalb sind solche Ergebnisse umso beeindruckender und zeigen den Willen, den unsere Mannschaft aufs Eis bringt.“