12.03.2018  Schönheider Wölfe ziehen ins Playoff-Finale ein

Negative Vorkommnisse in Berlin trüben die Freude

Mit 8:2 (1:1, 2:0, 5:1) haben die Schönheider Wölfe am gestrigen Sonntag in der Hauptstadt auch das zweite Spiel der Playoff-Halbfinalserie gegen FASS Berlin gewonnen und ziehen mit diesem Erfolg verdient in das Playoff-Finale um die Meisterschaft der Regionalliga Ost gegen Tornado Niesky ein. Soweit die Fakten nach dem Spiel. Gerne hätten sich die Schönheider Wölfe emotional auf das Erreichen des Finals beschränkt, doch aufgrund der Tatsache, wie das Spiel verlief und welchen Anschuldigungen unsere Mannschaft ausgesetzt war, sehen wir uns gezwungen, etwas ausführlicher die Vorkommnisse zum gestrigen Spiel in Berlin zu beschreiben.

Zunächst zum Spielgeschehen. Von Anfang an machten die Wölfe in der Hauptstadt klar, dass sie das Finalticket lösen wollten und setzten die Akademiker immer wieder unter Druck und schnürten sie phasenweise in ihrem Drittel ein. Dennoch waren es zunächst die Berliner, die aus einem Konter heraus durch Marvin Miethke bereits nach 63 Sekunden mit 1:0 in Führung gingen. In der Folge hatten die Wölfe aber die größeren Spielanteile und egalisierten diese Führung durch Vincent Wolf per abgefälschtem Schuss zum 1:1 (8.).

Mit Beginn des Mittelabschnitts wechselte FASS Berlin den Torhüter und für den verletzten Niklas Zoschke wechselte Sebastian Becker zwischen die Pfosten. Nach einem Crosscheck eines FASS-Verteidigers an einen Wölfe-Stürmer vor dem Tor, flog dieser regelrecht in Goalie Becker hinein, wobei dieser mit dem Kopf gegen die Latte prallte und das Spiel wegen einer Gehirnerschütterung nicht mehr fortsetzen konnte. Nach einer zwanzigminütigen Pause stellte sich FASS-Verteidiger Fabian Wagner ins Gehäuse und das Spiel konnte fortgeführt werden. Hierfür zollen die Wölfe Fabian Wagner Respekt und ziehen den Hut für die nachfolgende Leistung. FASS versuchte verständlicherweise danach jeden Schuss zu blocken, brachte sich aber durch unnötige Strafen immer wieder in Unterzahl, was die Wölfe ausnutzten und durch Petr Kukla (34.) und Jannik-Noah Grätke (39.) eine 3:1-Führung zur zweiten Pause herausschossen.

Im Schlussdrittel keimte bei den Hausherren dann noch einmal Hoffnung auf, als Max Böwe in der 43. Minute auf 3:2 für die Akademiker verkürzte. Doch keine drei Minuten später stellte Vincent Wolf mit dem 4:2 den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Nach diesem Treffer ließ sich FASS-Stürmer Marvin Miethke zu einem brutalen Bandencheck gegen Robert Horst hinreißen und bekam, anstatt einer Matchstrafe, "nur" eine Fünf-plus-Spieldauerstrafe ausgesprochen. Die fünfminütige Überzahl nutzten die Wölfe, um durch Kilian Glück (50.) und Petr Kukla (53.) auf 6:2 zu erhöhen. In der folgenden Auszeit und angestachelt von ihrem Coach Victor Proskuryakov, gingen danach bei einigen FASS-Spielern die Nerven durch. Es spielten sich regelrechte Jagdszenen auf Schönheider Spieler ab. Allen voran Jan-Niklas Weihrauch, welcher während des gesamten Spiels nur mit Provokationen "glänzte", sowie Christian Steinbach, Patrick Czajka und selbst FASS-Kapitän Nils Watzke leisteten sich brutale Fouls und zettelten wüste Schlägereien an. Minutenlang musste das Spiel unterbrochen werden und während Weihrauch und Steinbach für ihre unfairen Aktionen mit einer Fünf-plus-Spieldauer zum Duschen geschickt wurden, verhängte das ansonsten gute Schiedsrichtergespann und zur Überraschung der Wölfe, auch Fünf-plus-Spieldauerstrafen gegen Michael Galvez und Christoph Rogenz, welche der Hauptschiedsrichter nach dem Spiel aber als Deeskalation der Gesamtsituation begründete. FASS-Urgestein Patrick Czajka hingegen hatte Glück, dass die Schiedsrichter seine unsportlichen Aktionen nicht bemerkten, als er, seiner Handschuhe entledigt, auf Christoph Rogenz einprügelte. Weitere Strafzeiten gegen FASS Berlin bestrafte Lukas Novacek (58./60.) mit zwei weiteren Toren für die Wölfe und stellte damit den 8:2-Endstand her. Schönheide gewinnt somit die Halbfinalserie gegen die Akademiker mit 2:0 und zieht völlig verdient ins Playoff-Finale gegen Tornado Niesky ein.

Noch gestern nach dem Spiel verständigten sich die Verantwortlichen von Niesky und Schönheide auf die Final-Termine. Das erste Spiel findet bereits kommenden Samstag, dem 17.03.18, um 18:30 Uhr im Nieskyer Waldstadion statt. Spiel 2 folgt dann eine Woche später, am Samstag, dem 24.03.18, um 17:00 Uhr im Schönheider Wolfsbau. Sollte ein drittes Spiel notwendig werden, wird dieses am Sonntag, dem 25.03.18, um 17:30 Uhr in Niesky über die Bühne gehen.

Anmerkungen zum Spiel in Berlin:

Die Schönheider Wölfe sind doch sehr überrascht über den offiziellen Spielbericht von FASS Berlin, welcher weit weg von den Tatsachen ist. Zudem werfen die FASS-Verantwortlichen in ihrer Zusatzmeldung dem Schönheider Team vor, schon mit dem Gedanken angereist zu sein, beide Torhüter absichtlich verletzten zu wollen. Dubiose "Zeugenaussagen" sollen dies angeblich bestätigt haben. Richtig ist, dass sich beide FASS-Torhüter in unglücklichen Spielsituationen verletzt haben. Auch nach Rücksprache mit dem Schiedsrichtergespann wurde bestätigt, dass bei beiden Torhüter-Verletzungen kein Fehlverhalten von Schönheider Spielern festzustellen war. Im Fall von Sebastian Becker, war ein Check eines Berliner Spielers vorausgegangen, in dessen Folge ein Wölfe-Spieler in den Torhüter hineinrutschte. Da keine wirkliche ärztliche Absicherung zum Spiel anwesend war, hat unser Mannschaftsarzt Dr. Andreas Wieczorek Sebastian Becker ärztlich versorgt und musste sich als Dankeschön im Kabinengang noch beschimpfen lassen.



Generell war im Erika-Hess-Eistadion nach diesen unglücklichen Geschehnissen eine sehr aggressive Stimmung gegen das Schönheider Team und dessen mitgereisten Fans festzustellen. Beschimpfungen und Beleidigungen, selbst von FASS-Verantwortlichen, rassistische Äußerungen gegen unsere tschechischen Spieler, Beifall von den Rängen für verletzte Wölfe-Spieler, Androhungen von Straftaten und Bespucken sind ein Auszug dessen, was sich gestern in der Hauptstadt abspielte.

Wir legen den Vereinsverantwortlichen des FASS Berlin e.V. nahe, das komplette Spielvideo an den zuständigen Verband zu übersenden, wo die entsprechenden Szenen vereinsneutral bewertet werden können und beweisen werden, dass Verantwortliche, Spieler und Fans des FASS Berlin am gestrigen Sonntag sehr schlechte Verlierer und Gastgeber waren.

Gleichzeitig bitten wir den verantwortlichen Verband, sich der Sache mit aller Konsequenz anzunehmen und die Vorkommnisse aufzuklären.