24.02.2019  Wölfe gewinnen Derby gegen Crashers

Zugegeben, spielerisch gab es schon bessere Partien zwischen den Schönheider Wölfen und den Chemnitz Crashers. Doch wie so oft, bewahrheitete sich auch am Samstagabend einmal mehr die Weisheit „Derbys haben ihre eigenen Gesetzte“ und so waren den Fans im Wolfsbau oder den Zuschauern via MDR-Livestream zumindest reichlich Emotionen, Spannung und Action geboten. Der Ausgang des Spiels war jedoch wie schon in den vier vorherigen Saisonderbys der gleiche, denn am Ende siegten die Schönheider Wölfe durch Tore von Leon Marko (2), Petr Kukla und Vincent Wolf hochverdient mit 4:1 (1:1, 2:0, 1:0) gegen die Chemnitz Crashers. So richtig Freude wollte aber bei den Wölfen nicht aufkommen, denn der Erfolg wurde leider durch die schwere Verletzung von US-Stürmer Jordan Klotz getrübt, welcher im zweiten Drittel unglücklich von einem Puck im Gesicht getroffen wurde, sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und noch in der vergangenen Nacht operiert wurde. Erste Diagnose, Kiefer- und Jochbeinbruch. Wir wünschen unserer #26 gute Besserung und bestmöglichen Heilungsverlauf! Get well soon, Jordan!

Dabei begann das fünfte Derby in dieser Spielzeit vor offiziell 744 Zuschauern im Wolfsbau sehr stimmungsvoll. Zunächst durften die Fans eine farbenfrohe Lasershow der LEC GmbH aus Eibenstock bestaunen, ehe es im Wunderkerzenschein und mit Feuerfontänen zum lautstarken Mannschaftseinlauf der Hausherren kam. Gänsehaut-Feeling machte sich breit und so mussten nur noch die beiden Mannschaften ihr übriges zu einem perfekten Eishockeyabend tun.


Foto: Schönheider Wölfe/Gläß ©

Beide Teams begannen die Partie doch sehr nervös. Vor allem die Wölfe fanden zunächst nicht wie gewohnt zu ihrem Spiel und leisteten sich viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten im Aufbauspiel. Chemnitz lief den Gegner immer hoch und aggressiv an und verhinderte dadurch, dass die Gastgeber ihre Schnelligkeitsvorteile ausspielen konnten. Die 1:0-Führung der Crashers durch Charly Rudolph in der neunten Minute war dann auch sowas wie ein Weckruf für die Wölfe, welche in der Folge deutlich mehr investierten. Der Lohn war der 1:1-Ausgleich durch Leon Marko in der 16. Minute, gleichzeitig auch der Spielstand zur ersten Pause.



Foto: palmstreetstudios/guntram fröbel ©

Wölfe-Coach Sven Schröder fand in der Kabine deutliche Worte an sein Team, welches im Mittelabschnitt dann auch so langsam auf Touren kam. Chemnitz jetzt nur noch sporadisch in der Offensive, schaffte es jedoch bis zur Mitte des Spiels immer wieder die Wölfe auszubremsen. Dabei wurde nicht jeder Zweikampf fair geführt, was zur ein oder anderen Strafzeit führte. Diese Phase nutzten die Erzgebirger eiskalt aus und trafen in Überzahl durch Petr Kukla zur längst verdienten 2:1-Führung. Nur sechseinhalb Minuten später das gleiche Spiel. Während ein Chemnitzer die Strafbank drückte, bauten die Wölfe mit einem Mann mehr auf dem Eis ihre Führung aus, als Leon Marko (im Bild unten) mit seinem zweiten Treffer im Spiel kurz vor dem zweiten Pausentee das 3:1 (39.) erzielte.


Foto: palmstreetstudios/guntram fröbel ©

Im Schlussdrittel war dann spielerisch von beiden Teams nicht mehr viel zu sehen. Den Crashers ging die Puste aus, in dessen Folge sie große Mühe hatten, überhaupt noch über die Mittellinie zu kommen. Die Wölfe hingegen verwalteten nun das Spiel und waren eher darauf bedacht, ohne weitere Verletzungen aus der Partie zu kommen.

Ein Highlight und den schönsten Spielzug des Abends gab es dann doch noch zu bestaunen, als Vincent Wolf nach feiner Kombination über Eric Neumann und Petr Kukla in der 54. Minute zum 4:1-Endstand für die Hausherren einnetzte.


Foto: palmstreetstudios/guntram fröbel ©

Bedanken möchten sich die Schönheider Wölfe ganz herzlich beim Team des MDR/Sport im Osten für die Liveübertragung, bei der LEC GmbH aus Eibenstock für die Lasershow, bei der Gemeinde Schönheide samt den Mitarbeitern des Bauhofes und der Eismeister, bei allen Helfern, welche unter der Woche und zum Spiel selbst mit anpackten und ein großes Extra-Danke an Guntram Fröbel und seinem Team von Palmstreetstudios, dass dieses bisher einmalige Event überhaupt zustande gekommen ist! Und DANKE Wölfefans für die unglaubliche Stimmung!


Foto: Schönheider Wölfe/Gläß ©