25.01.2020  Wölfe gewinnen Topspiel gegen Preussen
Wo Topspiel drauf stand, war auch Topspiel drin. Knapp 900 Zuschauer im Wolfsbau zu Schönheide erlebten alles, was das Eishockeyherz begehrt. Zwei starke Mannschaften, ein schnelles Spiel, Zweikämpfe, Spannung, Dramatik und obendrauf Verlängerung und Penaltyschießen. Dieser Besuch sollte sich gelohnt haben, denn zu aller Glückseligkeit der einheimischen Fans sicherten sich dann auch die Schönheider Wölfe mit dem 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 0:0)-Erfolg nach Penaltyschießen verdientermaßen den Zusatzpunkt gegen den ECC Preussen Berlin.


Foto: M. Gläß/Schönheider Wölfe

Beide Teams gingen jeweils mit Handicap aber hochmotiviert in die Partie. Hatten die Gäste aus der Hauptstadt das Spiel vom Vorabend gegen die Eisbären Juniors Berlin in den Beinen, musste Wölfe-Coach Sven Schröder auf eine Reihe Stammkräfte verzichten, denn neben den Verletzten Robert Horst und Christoph Rogenz musste auch Wölfe-Topscorer Florian Heinz krankheitsbedingt passen, weshalb die Wölfe mit nur 13 Feldspielern antreten konnten. Allerdings merkte man dies in der Anfangsphase kaum, denn die Hausherren bestimmten das Geschehen auf dem Eis und nutzten gleich das zweite Powerplay in der zehnten Minute zur 1:0-Führung durch ihren Kapitän Kilian Glück. In der Folge hätten die Wölfe ihren Vorsprung durchaus ausbauen können, zumindest die Chancen dazu waren da, doch stattdessen glichen die Preussen 25 Sekunden vor der ersten Pause durch Can Matthäs zum 1:1 aus.



Fast identischer Spielverlauf auch im Mittelabschnitt. Mit leichten Vorteilen auf ihrer Seite, gingen die Wölfe in der 31. Minute durch Jan Gruß wieder mit 2:1 in Führung und hatten weiter gute Gelegenheiten, den Spielstand zu erhöhen. Doch wieder schlugen die Gäste zurück und stellten in der 37. Minute durch Brian-Justin Bölke auf 2:2.

Das Schlussdrittel war dann an Dramatik kaum noch zu überbieten. Die Hausherren waren jetzt noch deutlicher am Drücker und hatten vor allem in Überzahl Chancen für zwei Spiele, doch entweder war ein Schläger des Gegners dazwischen oder Preussen-Goalie Erik Reukauf zur Stelle. Auf der anderen Seite stand aber auch die Defensive um Wölfe-Keeper Niko Stark, weshalb auch den Berlinern durch einige gefährliche Konter kein Treffer mehr gelingen sollte.



Somit ging es mit drei gegen drei Feldspielern in die fünfminütige Verlängerung, in welcher wieder die Wölfe, auch begünstigt durch ein Überzahlspiel, die besseren Möglichleiten hatten. Ein weiterer Treffer sollte dennoch nicht fallen, weshalb das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden musste. Hier zeigten die Wölfe dann die besseren Nerven und verwandelten zwei Versuche durch Yannek Seidel und Petr Kukla gegen ECC-Torhüter Erik Reukauf. Schönheides Goalie Niko Stark bewies hingegen einmal mehr seine Klasse und parierte die beiden Versuche der Hauptstädter.



Nicht ganz Topspiel-Like war dann die Tatsache, dass die Preussen die anschließende Pressekonferenz „aufgrund von geringem Interesse“ verweigerten. Allerdings ließ sich Wölfe-Coach Sven Schröder sein Statement nach dem Spiel nicht nehmen, welches mit freundlicher Unterstützung von Bretlmedia hier zu sehen ist https://www.youtube.com/watch?v=rYVMyUUe0wA&feature=youtu.be

Bereits am morgigen Sonntag, dem 26.01.20, um 18:30 Uhr steht schon die nächste Partie an, wenn die Schönheider Wölfe bei den Saale Bulls Halle 1b zu Gast sind.