16.02.2020  Letzter Hauptrunden-Krimi bringt Punkteteilung

Der letzte Spieltag in der Hauptrunde der Regionalliga Ost zwischen den Schönheider Wölfen und FASS Berlin hatte es noch einmal richtig in sich. 666 Zuschauer im Wolfsbau bekamen einen wahren Krimi mit Überlänge geboten, denn nach sechzig Minuten stand es zwischen beiden Teams 6:6 (2:2, 2:3, 2:1). Da in der anschließenden fünfminütigen Verlängerung kein weiterer Treffer fallen wollte, musste das Penaltyschießen über die Vergabe des Zusatzpunktes entscheiden. Hier hatten die Akademiker letztendlich das glücklichere Händchen, denn scheiterten mit Lukas Lenk, Yannek Seidel und Kilian Glück alle Wölfe-Schützen, traf einzig Patrick Czajka zum 6:7-Endstand ins Schwarze.


Fotos: Markus Gläß/Schönheider Wölfe

FASS Berlin war aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen nur mit einem schmalen Kader von zwölf Feldspielern und zwei Torhütern ins Erzgebirge gereist, hingegen die Wölfe, ohne Niko Stark, Christoph Rogenz und Petr Kukla, zumindest drei volle Reihen aufs Eis brachten. Nach anfänglichem Abtasten zeigten sich schnell die ersten Taktiken beider Mannschaften, denn Schönheide versuchte das Spiel zu machen und die Hauptstädter wollten hinten sicher stehen und durch schnelle Konter erfolgreich sein. Ein Doppelschlag gab zunächst den Gästen Recht, als erst Tom Fiedler (5.) und nur 25 Sekunden später Jan-Niklas Weihrauch (6.) den Akademikern eine 2:0-Führung bescherten. Natürlich waren die heimischen Fans und auch die Wölfe jetzt wach und konnten den Rückstand schon bis zur ersten Pause durch Treffer von Kevin Piehler (10.) und Christian Laszig (19.) zum 2:2 ausgleichen.

Ähnlicher Spielverlauf auch im Mittelabschnitt. Das Team von Coach Sven Schröder versuchte das Spiel weiter an sich zu reißen, leistete sich aber teilweise haarsträubende Fehler in der Defensive und im Spielaufbau, wodurch die Berliner immer wieder zu Chancen und in der 24. Minute durch Patrick Czajka wieder zur 3:2-Führung kamen. Die entsprechende Reaktion der Wölfe mit dem 3:3 von Martin Trapl (32.) kam zwar, doch hielt diese nicht lange an, denn nur 33 Sekunden später durfte FASS in Überzahl und wieder durch Patrick Czajka das 4:3 bejubeln. Drei Minuten später glichen die Hausherren erneut durch Christian Freitag zum 4:4 aus, doch als die Wölfe gegen Ende des zweiten Drittels erstmals in Überzahl die Chance zur erstmaligen eigenen Führung hatten, wurden sie von einem Eins-auf-Eins-Konter und dem Shorthander von Patrick Czajka zum 5:4 für die Hauptstädter wieder einmal eiskalt erwischt.



So war es auch zu Beginn des Schlussdrittels, als die Gäste wieder den besseren Start erwischten und durch Ludwig Wild gar auf 6:4 (44.) erhöhten. In der Folge gab es gegen beide Teams einige Strafzeiten, wo die Berliner durchaus hätten den Deckel auf die Partie machen können. Doch die Wölfe hielten gut dagegen und erhöhten nach und nach den Druck auf das FASS-Gehäuse. Die Belohnung für die engagierte Leistung folgte spät, als Lukas Lenk in Überzahl erst anderthalb Minuten vor dem Ende der 6:5-Anschlusstreffer gelang. Zu spät? Nein, denn eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit nahm Wölfe-Coach Sven Schröder seinen Goalie Oliver Fengler für einen sechsten Feldspieler vom Eis und dem Mannschaftskapitän Kilian Glück blieb es vorbehalten 36 Sekunden vor Schluss den 6:6-Ausgleich zu erzielen.

Mit einem Powerplay starteten die Hausherren dann in die fünfminütige Verlängerung und hatten Chancen zu Hauf, um die Partie für sich zu entscheiden. Doch entweder FASS-Goalie Morten Braun oder einen anderer Berliner Akteur brachte immer wieder seinen Schläger dazwischen. So blieb die Overtime ohne weiteren Treffer und so sicherten sich die Akademiker im Penaltyschießen und durch Routinier und Dreifach-Torschütze Patrick Czajka den Zusatzpunkt.


Foto: Jasmin Ullrich/Fanblock Schönheider Wölfe

Während FASS-Coach Oliver Miethke auf seinen kämpfenden Minikader stolz war, befand Wölfe-Trainer Sven Schröder, dass dies nicht „unser“ Spiel war. Dadurch, dass sein Team aber ständig alle Rückstände ausgleichen konnte, zeigte er sich dennoch ganz zufrieden und legt den Fokus ab sofort natürlich auf das Playoff-Halbfinale gegen die Chemnitz Crashers, welches bereits am kommenden Samstag, dem 22.02.20, um 19:30 Uhr mit dem Spiel 1 im Schönheider Wolfsbau beginnt.

Die Pressekonferenz ist mit freundlicher Unterstützung von Bretlmedia und dem Hotel zur Post unter folgendem Link zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=MwfJ6iQOtas&feature=youtu.be