21.11.2021  Erneuter Lockdown im Amateur- und Breitensport
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren nicht betroffen

Es gleicht einem Déjà-vu, denn wie vor fast genau einem Jahr gegen die Berlin Blues, war auch die heutige Auswärtspartie der Schönheider Wölfe bei selbigem Gegner der vorerst letzte Auftritt der Erzgebirger in der Regionalliga Ost vor dem Lockdown. Alles Hoffen, dass dies verhindert werden könnte, half am Ende nichts. Denn am Freitagabend hat die sächsische Staatsregierung die neuen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bekanntgegeben. Aufgrund der besorgniserregenden Infektionszahlen, einhergehend mit der schlechtesten Impfquote in ganz Deutschland, hat der Freistaat Sachsen in seiner Corona-Notfallverordnung neben der Absage von beispielsweise Großveranstaltungen und Weihnachtsmärkten, unter anderem auch die Schließung von Anlagen und Einrichtungen für die Sportausübung beschlossen.


Foto: Markus Gläß – Schönheider Wölfe e.V.

Angebote für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres können unabhängig davon weiterhin stattfinden. Das Anleitungspersonal (Trainer/Übungsleiter) muss einen Nachweis entsprechend der 3G-Regel vorweisen und eine Kontaktnachverfolgung dokumentieren. Auch der Trainings- und Spielbetrieb im Profisport ist weiterhin möglich, allerdings ohne Publikum.

Für die Regionalliga Ost-Mannschaft der Schönheider Wölfe bedeutet dies, dass ab kommenden Montag, dem 22.11.2021 und für die nächsten drei Wochen (bis zum 12.12.2021) weder der Trainings- noch Spielbetrieb ausgeübt werden darf. Somit fallen vorerst alle Trainingseinheiten und insgesamt vier Meisterschaftsspiele für die Wölfe ins Wasser. Neben dem geplanten Top-Heimspiel am Samstag (27.11.) in einer Woche gegen FASS Berlin, müssen auch die Partien in Chemnitz (03.12.) und Niesky (04.12), sowie das Heimspiel gegen Dresden (11.12.) abgesagt werden.

"Wenn auch schweren Herzens, werden die Schönheider Wölfe die Maßnahmen speziell für die 1. Männermannschaft akzeptieren, mit dem Wissen, dass die dringliche Notwendigkeit besteht, der Corona-Pandemie Herr zu werden. Besonders erfreulich ist dabei, dass zumindest unsere Nachwuchsabteilung mit den Kids der „Jungen Wölfe“ weiter dem Eishockeysport im Trainings- und Wettkampfbetrieb nachgehen kann."

"Unverständnis herrscht dagegen, dass erneut ein so großer Unterschied zwischen dem Profi- und Amateursport gemacht wurde. Zum Beispiel ist die Regionalliga Ost schon lange keine reine Amateurliga mehr, sondern wird von einigen Vereinen im wirtschaftlichen und sportlichen Bereich semiprofessionell betrieben. Meisterschaftsspiele finden zudem in ähnlich gleichem Maß und Aufwand statt, wie beispielsweise in den Oberligen Nord und Süd. Auch hier müssen Sponsoren- und Werbeverträge erfüllt oder Gehälter gezahlt werden, die für die ein oder andere Person zum Lebensunterhalt notwendig sind oder bei Nichterfüllung von Verträgen dem Verein wirtschaftlicher Schaden entstehen kann. Hier hätte man sich gewünscht, dass diese Vereine auch die Möglichkeit bekommen hätten, ihre Heimspiel via TV- oder Streaming-Übertragung ihren Fans anzubieten und zumindest einen Teil der nun wegfallenden Einnahmen zu generieren."