17.11.2008  Sieg und Niederlage für den EHV Schönheide

Das vergangene Wochenende brachte dem EHV Schönheide mit zwei Spielen in nur 20 Stunden unterschiedliche Erfolge ein. Nachdem es am Samstag nach 19 Heimsiegen in Folge die erste Saisonniederlage mit 5:10 (2:3, 2:4, 1:3) gegen den ERV Chemnitz 07 im Wolfsbau setzte, gewannen die Wölfe das zweite Spiel am Sonntag verdient mit 5:4 (1:2, 3:0, 1:2) bei den Akademikern von FASS Berlin und nehmen mit vier Siegen aus fünf Spielen den zweiten Platz  in der Tabelle der Regionalliga Ost ein.

 

Gegen Tabellenführer Chemnitz verpasste der EHV Schönheide im direkten Vergleich selbst den Sprung an die Tabellenspitze. Mit einer guten Taktik und einer beeindruckenden Chancenverwertung gewannen die Gäste aus dem Küchwald am Ende verdient und brachten mit diesem Erfolg den Wölfen die erste Heimniederlage nach 19 Heimsiegen in Folge bei. Der EHV fand vor über 800 Zuschauer im Wolfsbau von Beginn an nicht richtig ins Spiel und mußte schon nach 47 Sekunden den ersten Chemnitzer Treffer durch Petr Hrbek hinnehmen. Viele Chancen auf Schönheider Seite blieben in der Folge ungenutzt, stattdessen nutzten die Wild Boys einen weiteren Konter und erhöhten durch Matthias Schubert auf 2:0 (13.). Nur eine Minute später gelang den Wölfen zwar der schnelle 2:1- Anschlusstreffer durch Miroslav Jenka, doch Chemnitz blieb seiner Kontertaktik treu und ging nur zwei Minuten später durch David Seidl wieder mit zwei Toren in Führung. Erneut Miroslav Jenka hielt mit seinem zweiten Tor (17.) zum 3:2- Pausenstand die Partie für den EHV zunächst weiter offen.

 

Im zweiten Drittel unverändertes Bild. Schönheide macht das Spiel, Chemnitz schießt die Tore. Erst Kevin Geier zum 4:2 (26.) und wenig später Michael Stiegler zum 5:2 (29.) ließen die ca. 120 mitgereisten Gästefans im Wolfsbau jubeln. Die Wölfe stellten nun auf zwei Reihen um und waren durch die Tore drei und vier von Miroslav Jenka innerhalb von 42 Sekunden schnell auf 5:4 heran. Der EHV war nun eindeutig am Drücker und mußte dennoch den nächsten Genickschlag hinnehmen. Nachdem erst Daniel Jun mit einem Pfostenschuss den Ausgleich auf dem Schläger hatte, nutzten die Gäste einen Entlastungsangriff eiskalt zum 6:4 durch Kevin Geier. Dem noch nicht genug stellte Chemnitz den Spielverlauf im zweiten Drittel weiter komplett auf den Kopf. Zunächst konnte Benjamin Grunwald einen Penalty von Petr Hrbek zwar abwehren, doch kurz vor Drittelende erhöhte Kevin Geier dennoch auf 7:4 (39.) für die Wild Boys.

 

Der Schlussabschnitt ist schnell erzählt. Schönheide fand auch in den letzten zwanzig Minuten kein probates Mittel gegen die taktisch clevere Spielweise der Gäste. Keine fünf Minuten brauchten die Wild Boys um durch Tore von Hrbek (43.), Kevin Geier (46.) und Seidl (48.) uneinholbar mit 10:4 in Führung zu gehen und bewiesen damit ihre eiskalte Chancenverwertung an diesem Tag. Einzigst der Schlusspunkt war den Wölfen noch vorbehalten, doch das Tor zum 5:10- Endstand aus Schönheider Sicht durch Matthias Krehl neun Minuten vor Ultimo war nicht mehr als Ergebniskosmetik.

 

 

Statistik:

 

Tore:

 

0:1 Hrbek (Maskarinec, Hered) 00:47

0:2 Schubert (Stiegler, Zille) 12:16

1:2 Jenka (Jun, Michel) 13:59

1:3 Seidl (Maskarinec, Stiegler) 15:48

2:3 Jenka (Jun, Michel) 16:37

2:4 Geier (Zille, Preiß) 25:16 5-4

2:5 Stiegler (Hered, Löffler) 28:37

3:5 Jenka (Losch, Krehl) 33:36

4:5 Jenka (Jun, Michel) 34:18

4:6 Geier (Schubert, Maskarinec) 35:27

4:7 Geier (Zille, Schubert) 38:58

4:8 Hrbek (Zille, Löffler) 43:00

4:9 Geier (Zille, Schubert) 45:55

4:10 Seidl (Hrbek, Maskarinec) 47:42

5:10 Krehl (Jun, Jenka) 50:45

 

Strafen: EHV 12   ERV 14

 

Zuschauer: 833

 

 

Keine zwölf Stunden nach dem Spiel gegen Chemnitz war der EHV Schönheide bereits wieder mit dem Bus in Richtung Hauptstadt unterwegs, wo am Sonntag 13:30 Uhr das Auswärtsspiel bei FASS Berlin auf dem Programm stand.

 

Die Ausgangssituation vor diesem Spiel war für die Wölfe alles andere als leicht. Mit einer bitteren Niederlage im Gepäck, einem schweren Spiel in den Beinen, dem frühen Anspielzeitpunkt und einem Gegner der spielfrei hatte und hochmotiviert war, nach sechs Niederlagen am Stück endlich den ersten Sieg einzufahren, mit alldem mussten die Wölfe erst einmal fertig werden. Kommt die übertriebene Schelte hinzu, welche einige Fans völlig zu unrecht nach der Chemnitz- Pleite über Mannschaft und Verein ausschütteten.

 

So begann das Spiel gegen das Tabellenschlusslicht FASS Berlin auch sehr abwartend und nervös. Den besseren Start erwischten dennoch die Wölfe, welche durch das erste Saisontor von Stefan Lenk nach acht Minuten mit 1:0 in Führung gingen. Auch im weiteren Spielverlauf hatte Schönheide die besseren Chancen, doch in der 13. Minute tauchte das Chemnitz-Gespenst urplötzlich in der Hauptstadt wieder auf. Innerhalb von 45 Sekunden fuhren die Gastgeber zwei Angriffe und gingen durch Tore von Kugler und Hecker völlig unverdient mit 2:1 in Führung.

 

Den Wölfen gelang es aber den Schreck des Rückstandes im zweiten Drittel wieder abzuschütteln. In einer nun härter geführten Begegnung drehte der EHV Schönheide durch Tore von Sebastian Wolf (23.), Miroslav Jenka (29.) und Julius Michel (39.) die Partie wieder und ging nun selbst mit 4:2 in Führung. Einzigster Wermutstropfen war, nach einer provozierten Faustkampfeinlage, die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Christian Heumann, welcher damit beim nächsten Auswärtsspiel in Erfurt gesperrt ist.

 

Im Schlussdrittel machte sich bei den Wölfen nun auch der Kräfteverschleiß bemerkbar. Kam hinzu, dass der kleinlich pfeifende aber nicht schlechte Hauptschiedsrichter gleich mehrere Strafen am Stück gegen die Gäste verhängte. FASS Berlin konnte ganze vier Powerplays nicht für sich nutzen und scheiterten immer wieder am guten EHV- Goalie Benjamin Grunwald. Ein Konter in Unterzahl über Mike Losch und Miroslav Jenka verwandelte Daniel Jun mit sehenswertem Drehschuss sogar zum 5:2 (43.) für den EHV. Eigentlich sollten damit alle Messen in der Hauptstadt gelesen sein, doch die Akademiker gaben nicht auf und kamen doch noch in Überzahl durch Daniel Kuch auf 5:3 heran. Zwei Minuten vor dem Ende nahm Berlin seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und warf alles nach vorn. Den Wölfen gelang es zwar einen Angriff abzufangen, vergaben aber die große Chance per Empty-Net-Goal alles klar zu machen. Stattdessen war nochmal Zittern angesagt, als Marc Fritschken 73 Sekunden vor der Sirene der 5:4- Anschlusstreffer gelang. Trotz nochmaliger Unterzahl 14 Sekunden vor Schluss und nun mit zwei Spielern weniger auf dem Eis, kämpften die Wölfe verbissen und retteten den verdienten Auswärtssieg über die Zeit und holten sich somit die verlorenen Punkte gegen Chemnitz aus Berlin zurück.

 

 

Statistik:

 

Tore:

 

0:1 Lenk, St. (Schenkel) 07:19

1:1 Kugler (Leibrandt, Kuch) 12:56

2:1 Hecker (Patrzek) 13:41

2:2 Wolf (Krehl, Engler) 22:18

2:3 Jenka (Jun, Losch) 28:35

2:4 Michel (Krehl, Köllner) 38:06

2:5 Jun (Jenka, Losch) 42:46 4-5

3:5 Kuch (Kugler, Harloff) 46:11 5-4

4:5 Fritschken (Patrzek, Tittus) 58:47 6-5

 

Strafen: FASS 19 + 20 (Kulczynski)   EHV 25 + 10 (Maaßen) + 20 (Heumann)

 

Zuschauer: 231