21.10.2012  Wölfe mit unglücklicher Niederlage gegen Halle

Der EHV Schönheide 09 ist am Sonntagabend nur knapp an einer Überraschung vorbeigeschrammt. Beim Heimspiel gegen die Saale Bulls Halle unterlagen die Wölfe am Ende äußerst unglücklich mit 2:4 (0:1, 2:0, 0:3) gegen den Titelfavoriten, obwohl die Hausherren über weite Strecken den besseren Eindruck hinterließen. Eher schmeichelhaft und erst in den Schlussminuten sicherten sich Profis von der Saale die drei Punkte im Schönheider Wolfsbau.

 

Vor dem Spiel schien die Favoritenrolle klar verteilt. Halle reiste mit fünf Siegen im Gepäck und nahezu komplettem Kader in Schönheide an und selbst im Forum der Saale Bulls wurde nur über die Höhe des Auswärtssieges diskutiert. Doch bereits in den Anfangsminuten wurde klar, dass es für den amtierenden Meister im Wolfsbau kein Spaziergang werden würde, denn die Wölfe spielten taktisch clever und hatten auch die größeren Spielanteile und besseren Chancen. Bester Gästeakteur war Keeper James Johnson, welcher einen Rückstand seiner Saale Bulls mehrfach verhinderte. Wie aus dem Nichts gingen allerdings die Hallenser im ersten Abschnitt in Führung, da Daniel Sevo‘s Sonntagsschuss in der 17. Minute unhaltbar im rechten Winkel des EHV-Gehäuses einschlug.

 

Gerade 37 Sekunden waren im Mittelabschnitt gespielt, da belohnten sich die Wölfe erstmals für ihren engagierten Auftritt, als Petr Kukla in Überzahl den 1:1- Ausgleich erzielte. Die Gäste taten sich weiter schwer und wenn durch Einzelaktionen Chancen heraussprangen, waren sie sichere Beute von Wölfegoalie Stephan Quietzsch, der dieses Mal den Vorzug vor Sebastian Modes erhielt. Im weiteren Spielverlauf waren erneut die Wölfe das aktivere Team und spätestens mit dem 2:1 durch Petr Kukla (38.) führte auch die richtige Mannschaft zur zweiten Pause.

 

Während der EHV 09 auch im letzten Drittel auf drei Reihen durchspielte, stellte Gästecoach Jiri Otoupalik auf zwei Formationen um, in der Hoffnung, etwas mehr Druck auf das Schönheider Tor zu entfachen. Zunächst schien die Taktik auch aufzugehen, denn nur 72 Sekunden nach Wiederanpfiff und in Überzahl gelang den Gästen durch Benjamin Thiede der 2:2- Ausgleich. Doch die Wölfe ließen sich nicht von ihrer Linie abbringen und spielten weiter munter mit. Chancen gab es auf beiden Seiten und immer wieder standen beide Torhüter im Mittelpunkt. Erst knapp drei Minuten vor Schluss half den Saale Bulls ein Powerplay, um durch Robin Slanina glücklich mit 3:2 (57.) in Führung zu gehen. In den letzten beiden Spielminuten riskierten die Wölfe noch einmal alles, nahmen ihren Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis und drückten auf den verdient gehabten Ausgleich. Doch im Schussgelage der Wölfe kam die Scheibe zu Halles Troy Bigam, welcher ohne Mühe ins verwaiste EHV-Gehäuse und zum schmeichelhaften 4:2 (59.) für die Saale Bulls traf.

 

Wie schon gegen FASS Berlin, war auch gegen die Saale Bulls mehr drin. Die Wölfe präsentieren sich in guter Verfassung und benötigen in den entscheidenden Situationen einfach auch mal das nötige Scheibenglück, um den vermeintlichen Favoriten die Punkte abzunehmen. Auf jeden Fall macht es Lust auf mehr und vielleicht honorieren beim nächsten Heimspiel im Wolfsbau auch mehr Anhänger die guten Leistungen des Wölfeteams, denn die heutige Partie hätte mehr als nur die gut 400 Zuschauer verdient gehabt.

 

Statistik:

 

Tore:

 

0:1 Sevo (Thiede, Miklik) 16:36

1:1 Kukla (Seidl, Jenka) 20:37 5-4

2:1 Kukla (Losch, Jenka) 37:46 5-4

2:2 Thiede (Zille, Köllner) 41:12 5-4

2:3 Slanina (Köllner, Zille) 56:49 5-4

2:4 Bigam (Kolozvary, Slanina) 58:56 ENG

 

Strafen: EHV 10   MEC 10 + 10 (Sevo)

 

Zuschauer: 417